Robin Schleuß fährt Berlins schnellste Seife. In seiner selbst gebastelten Renn-Rakete raste er gestern mit knapp 60 Kids den Mehringdamm herunter. Der Nachwuchs-Schumi schafft mit der Kiste 40 Spitze.
Gedankenverloren tippt Robin in sein Handy. Ununterbrochen. Bis ihn seine Mama ruft, der nächste Lauf beim 53. Berliner Seifenkisten-Rennen um den „Detlef-Neumann-Gedächtnis-teller“ steht an – und plötzlich ist Robin hochkonzentriert. Der Schüler ist im Seifenkisten-Geschäft ein alter Hase. „Ich fahre seit mehreren Jahren, bin auch bei deutschen Meisterschaften dabei “, berichtet der Tempelhofer dem KURIER. Immer wieder streichelt er liebevoll sein flammenfarbenes Geschoss. „Man braucht Mut und Geschick, die Fahrzeuge werden auf der 325 Meter langen Strecke bis zu 40 km/h schnell.“
Der Vater des geräuschlosen Geschwindigkeits-Rausches steht drei Meter abseits: Norbert Timm vom Team „Power Crew“. Er hat Robins Rakete gebastelt, ihn packte schon 1984 das Seifenkisten-Fieber. 30 rasende Boliden hat er seitdem hergestellt, viele bestehen aus dem Edelholz Mahagoni. Stolz verrät Timm: „An einer Kiste werkel ich 300 bis 400 Stunden, manche sind mehr als 2000 Euro wert. Meine Mobile brachten schon vier deutsche Meister hervor“. Auch Robin hat das Zeug dazu. Der schnellste Steppke von Berlin ist er schon.

Bei Aldi lässt es sich nicht nur in Wühltische abtauchen oder auf Fischfang an der Kühltruhe gehen. Der Preiswert-Supermarkt verkauft auch echte Reisen. Neuestes Traumziel: der Pannen-Flughafen BER. Mehr...
