Sie pfiffen, spielten Instrumente, sangen – was für ein ungewöhnliches Spektakel im Flughafen Schönefeld! 350 Fluglärmgegner wollten mit ihrem Protest zeigen, wie störend Krach sein kann. Trillerpfeifen und Trommeln waren allerdings verboten.Begründung der Polizei: „Lautsprecherdurchsagen müssen gehört werden können, sonst wäre die Sicherheit gefährdet.“
So bahnten sich ankommende Passagiere ihren Weg durch ein Spalier von Menschen, die Protestplakate (u.a. „Keine Flugrouten über dem Müggelsee“) hoch hielten. Zu Zwischenfällen kam es nicht. Zeitgleich protestierten Tausende im Flughafen Frankfurt/Main gegen Fluglärm.
Nicht die einzigen Demos. Vor der NPD-Parteizentrale in Köpenick huschten knapp 30 Nazis an 50 protestierenden Linken vorbei, um auf dem Landesparteitag Sebastian Schmidtke (26) zum Berliner Nazi-Chef zu wählen. Die Polizei war mit 100 Leuten im Einsatz, sperrte vorm Gebäude die Seelenbinderstraße.
Nachmittags zogen dann 1200 Linke und zum Teil verkleidete Links-Chaoten auf der „Zombie-Parade“ durch Friedrichshain.
Ihnen ging es um die Räumung des linken Hausprojekts in der Liebigstraße 14 vor einem Jahr, steigende Mieten und Verdrängung. Die Polizei bot 1200 Beamte auf. Vereinzelt flogen Böller, sonst offenbar alles friedlich. Über Festnahmen war am Abend nichts bekannt.

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