Eine Hygiene-Ampel im Kampf gegen Ekel-Wirte ist jetzt zwar auf Bundesebene gescheitert. Doch nach KURIER-Informationen könnte es bald für ganz Berlin eine zentrale Datenbank und einheitliche Bußgelder geben.
Bisher liegen die Hygiene-Knöllchen im Ermessen der Bezirke und jeweiligen Kontrolleure. Aber auf Verwaltungsebene wird ernsthaft ein einheitlicher Bußgeld-Katalog geprüft. Pankows Ordnungsamts-Stadtrat Torsten Kühne (CDU) hält wirksame Strafen für sinnvoll.
Stadträte und Senatsverwaltung für Verbraucherschutz haben sich einstimmig auf eine zentrale Datenbank ab 2013 geeinigt. Staatssekretärin Sabine Toepfer-Kataw (CDU): „Wir wollen im Interesse der Verbraucher alle an einem Strang ziehen.“ Favorit ist das Smiley-System aus Pankow. Die Klage eines Wirtes dagegen ist jetzt vom Landgericht abgeschmettert worden (AZ: 86 O 437/11). Pankow strebt für ganz Berlin Prüfberichte mit Fotos aller Restaurants im Internet an. Stadtrat Torsten Kühne: „Nur das würde Transparenz herstellen.“
Die Veröffentlichung der Schmuddel-Wirte macht Sinn. Denn allein in Pankow werden bei jedem dritten Restaurant gravierende Mängel festgestellt. Nur ein Drittel der Gastronomie-Betriebe sind absolut sauber.
Für 1,20 Euro werden die Würstchen im Brötchen vor dem Eingang zum U-Bahnhof Frankfurter Allee verkauft. Der Lagerpunkt liegt einige hundert Meter entfernt.
Foto: El Paparazzo
Mit diesen Ekel-Bildern begann in Pankow die Jagd auf die Schmuddel-Wirte.
Foto: Bezirksamt Pankow

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