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Schadensersatz-Forderung: "Weltuntergang" war ein teurer Spaß


Das Deutsche Patentamt in München
Das Deutsche Patentamt in München
Foto: dpa
Brandenburg/Havel –  

Im angesagten „Fonte“ in Brandenburg war der Weltuntergang mit Ärzte-Musik eine Mega-Party. Doch nun vermiest ein Franke der Klub-Chefin Annik Rauh den Spaß. Er fordert von ihr Schadensersatz.

Nicht etwa, weil die Welt nicht untergegangen ist, will der Bayer Geld haben. Sondern weil Annik Rauh das Wort „Weltuntergang“ für ihre Party benutzt hat. Denn das Wort gehöre ihm und deswegen fordert Philip Nicholas Blank aus Hof über einen Anwalt von der 36-Jährigen 1.837,52 Euro. „Ich bin nicht die Einzige“, sagte sie zum KURIER.

Ein fränkischer Gastronom wollte am Ende des Maya-Kalenders gleich zweimal verdienen. Er hat sich den Begriff Weltuntergang als Marke schützen lassen und bittet andere Veranstalter zur Kasse.
Ein fränkischer Gastronom wollte am Ende des Maya-Kalenders gleich zweimal verdienen. Er hat sich den Begriff "Weltuntergang" als Marke schützen lassen und bittet andere Veranstalter zur Kasse.
Foto: dpa

Blank hatte sich schon im März 2011 „Weltuntergang“ für den Gastronomiebereich beim Deutschen Patentamt in München gegen 300 Euro Gebühr schützen lassen. Er bekam tatsächlich eine Urkunde und will nun offenbar Geld scheffeln. Bundesweit überzieht er Gastronomen, die ihm seine Wortmarke geklaut hätten, mit Geldforderungen.

Der Dortmunder Rechtsanwalt Hendrik Peters vertritt bereits fast 20 Gastronomen, von denen Blank Schadensersatz haben will. Peters meint, dass der Markenschutz „Weltuntergang“ einer Überprüfung vor Gericht nicht stand halten werde. Laut Patentamt kann auch jedermann beantragen, dass die Marke wieder gelöscht wird. Dann müsse niemand zahlen. Fonte-Chefin Rauh (Tel. 03381/87 89 62) will sich jetzt mit anderen Betroffenen zusammentun, um dem Bayern Paroli zu bieten. MKL

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