Das Jo-Jo-Wetter setzt den Berlinern heftig zu: Mal ist es heiß und schwül, mal sorgen Gewitter-Stürme für Radikal-Abkühlung. Wo sich Hitze und Feuchtigkeit so richtig stauen, fällt nachts das Schlafen schwer – und am Tag quält bleierne Müdigkeit. Was treibt das Jo-Jo-Wetter nur mit uns? Und wie bleibt man trotzdem frisch und fit?
Erschöpft sitzen Berliner und Touristen am Neptunbrunnen, halten ihre Füße ins Wasser. Im Lustgarten vergnügt sich keiner beim Fußball oder Frisbee-Werfen Nein, die ganze Stadt schlafft ab! Subtropische Luft sorgte gestern für narkotische 29 Grad, die Luftfeuchtigkeit schwankte im Jo-Jo-Modus zwischen 40 und 80 Prozent. Julia (28) ächzt: „Na ja, zumindest schützt mein Schirm vor Sonnenstich und Gewitter.“
Die schwüle Hitze macht einem zu schaffen: „Man schwitzt mehr, hat Flüssigkeits-Verluste, der Kreislauf wird stärker belastet“, sagt Dr. Gerrit Matthes (41), Oberarzt am UKB in Marzahn. Er rät dringend ab, jetzt besondere Anstrengungen wie Radtouren auf sich zu nehmen. Stattdessen: „Viel trinken, aber Alkohol und lange Sonnen-Einstrahlung meiden.“ So lässt sich ein Ansturm von Hitze-Patienten auf die Rettungs-Stellen in den nächsten Tagen vielleicht verhindern. Angesagt sind bis zu 27 Grad, begleitet von Gewittern. Die Bio-Wetter-Prognose von Q.met warnt vor Schwindel-Gefühl, das auf Schwankungen des Blutdrucks zurückgeht.
Langjährige Besucher des Classic Open Airs auf dem Gendarmenmarkt sind widrige Wetterbedingungen gewöhnt, kommen bereits mit Regencape und Schirm. Dieses Mal schüttete und blitzte es aber so heftig, dass die Veranstalter das Konzert aus Sicherheitsgründen vorzeitig abbrachen.
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