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Mega-Spektakel: Berliner Feuerwehr rechnet mit 600 Silvester-Verletzten


Berlin –  

Das wird ein hartes Stück Arbeit! Berlins Feuerwehrchef Wilfried Gräfling rechnet in der Silvesternacht mit bis zu 600 Verletzten!

Er ist in großer Sorge: „Seit November gab es Unfälle mit Feuerwerkskörpern, bei denen sieben Menschen zu Schaden kamen, drei davon völlig unschuldig.“ Gräfling glaubt an ähnliche Einsatzzahlen wie im vergangenen Jahr. Damals wurden die Feuerwehrleute von 19 Uhr bis 6 Uhr 1583 Mal gerufen. An regulären Tagen kommen die Kräfte in 24 Stunden rund 1000 Mal zum Einsatz. Gräfling: „Es ist die Nacht aller Nächte.“

Silvester-Feier in Berlin ist der Hit

Silvester am Brandenburger Tor: Laut einer Umfrage des Internetportals „Hotels.com“ würde jeder dritte Deutsche den Jahreswechsel gern in Berlin feiern. Danach kommen Hamburg (20,6 Prozent) und München (11,1 Prozent). Die riesige Open-Air-Silvesterfeier am Brandenburger Tor zieht auch internationale Gäste in die Hauptstadt. Großes Interesse bei der Umfrage zeigten vor allem Touristen aus Finnland, Schweden und Frankreich.

Entsprechend wird das Personal hochgefahren. 700 Berufs-Feuerwehrleute und 500 Kräfte von der Freiwilligen Feuerwehr besetzen 323 Einsatzfahrzeuge. Allein 20 von ihnen stehen nahe der Silvesterparty am Brandenburger Tor, auf der Böller und andere Feuerwerkskörper verboten sind.

Prävention, die Aufforderung zur Vernunft, Aufklärung – das alles hilft offenbar nicht. Die vor Jahren gestartete Kampagne mit schockierenden Verletzungsfotos zeigte keine Wirkung. Die Broschüren waren in mehreren Sprachen in Schulen verteilt worden. Ein Feuerwehrmann: „Es gibt einfach Leute, die wir nicht erreichen.“ Trotzdem zeigte Pyrotechniker Steffen Hähnel noch einmal den richtigen Umgang mit Knallern: „Raketen sollten aus einer Flasche gestartet werden, die in einer Kiste steht. Dann kann eigentlich nichts passieren.“

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Gräfling selbst verbringt Silvester zu Hause, stets informiert über die Lage und auf dem Sprung, sich „vor Ort selbst ein Bild zu machen“. Eindringlich warnt auch er vor den hochgefährlichen Polenböllern. Vergangenes Jahr beschlagnahmte das Zollfahndungsamt 6000 in Deutschland nicht zugelassene Kracher.

Gräfling wünscht sich für die Silvesternacht „Nieselregen und zwei Grad, dann gehen die Böller schnell aus“. Meteorologen sagen für Mitternacht vier Grad, wolkig, trocken und stürmisch voraus. Bei dem Wetter gäbe es eine neue Gefahr. Durch heftige Winde könnten Raketen fatale Richtungen nehmen. SCHA

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