Mittwoch, 28. Dezember 2011
Linken-Chefin

Geht Gesine Lötzsch bald stiften?


Linken-Vorsitzende Gesine Lötzsch steht immer mehr unter Druck.
Linken-Vorsitzende Gesine Lötzsch steht immer mehr unter Druck.
Foto: dapd
Berlin –  

Der Widerstand gegen die Linken-Bundesvorsitzende Gesine Lötzsch wächst. Parteiinterne Gegner wollen ihre Wiederwahl auf einem Bundesparteitag im Juni nächsten Jahres unter allen Umständen verhindern.

Nach Informationen von „Spiegel Online“ soll die 50-Jährige zur parteinahen Rosa-Luxemburg-Stiftung abgeschoben werden. Lötzsch wird unter anderem für Pleiten bei Landtagswahlen verantwortlich gemacht. Im September flog die Linke aus der rot-roten Koalition in Berlin und verlor ihre Bürgermeister-Ämter in den Hochburgen Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf. Lötzsch zum KURIER: „Ich habe keine Ahnung, wer diese Gerüchte verbreitet. Ich habe keine Veranlassung, mich um andere Dinge zu kümmern. Mein Ziel ist eine Wiederwahl.“

Lötzsch kann sich – wie der Co-Vorsitzende Klaus Ernst – sehr gut einen Mitgliederentscheid vorstellen. Die Basis würde dann über den Vorsitz entscheiden, ein Parteitag über dieses Votum beraten. Auf dem letzten Parteitag der Berliner Linken im November bekam Lötzsch für ihre Anti-Kapitalismus-Thesen großen Beifall ...

Dennoch erhofft sich Landeschef Klaus Lederer möglichst rasch einen Machtwechsel auf Bundesebene: „Wenn Landesverbände mit 25 Prozent der Mitglieder einen Mitgliederentscheid zur Wahl der Vorsitzenden wollen, zeigt das doch, dass sie sich gegenwärtig in der Führung nicht genügend repräsentiert fühlen.“

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