Lego-Modellbauer Pascal Lenhard bei der BER-Grundsteinlegung: „Ich packe den Termin, obwohl ich wegen der Geburt meines Sohnes Emil bei der Arbeit ab Oktober drei Monate aussetze.“ Früher arbeitete Lenhard als Erzieher.
Foto: dapdWas für ein Galgenhumor! Im Sony Center wird der Großflughafen Willy Brandt mit rund 100000 Legosteinen nachgebaut. Anders als beim Original wird es dort mit der Fertigstellung und beim Brandschutz aber wohl keine Probleme geben.
Nina Zerbe (33) vom Legoland Discovery Center mit einem Augenzwinkern: „Der Plan für unser Modell steht.“ Denn noch sind im Miniland Berlin (550 m2) nur 30 Arbeiter-Legomännchen, ein Kran und der Tower mit Baugerüst zu sehen.
„Frühjahr 2013“ steht auf dem Lego-Bauschild und Modellbauer Pascal Lenhard (41) ist zuversichtlich: „Den Termin halte ich, bin eher fertig als die in Schönefeld.“ Etwa 500 Stunden Arbeit steckt er noch in die Kopie rein, bei der neben Terminal (mit sieben Fluggast-Brücken), Start- und Landebahn (5,50 Meter lang) auch zwei Boeing „Dreamliner“ zu sehen sein werden. Damit es möglichst realitätsnah wird, fuhr Lenhard zum echten Airport, machte Fotos.
Für die symbolische Grundsteinlegung am Sonntag erntete Zerbe nur Absagen. Das Büro des Regierenden Klaus Wowereit (SPD) schlug die Einladung ohne Begründung aus. Innensenator Frank Henkel (CDU, ebenfalls im BER-Aufsichtsrat) nahm lieber andere Aufgaben wahr.
20 kritische Aspekte fanden Experten beim aktuellen BER-Brandschutzkonzept, womit die Mängel am echten Airport größer sind, als bisher gedacht. Zerbe grinst: „Wir haben eine Sprinkleranlage, die funktioniert.“
Einzig beim Preis gibt’s Parallelen. Lenhard: „Auch wir können noch nicht sagen, wie teuer es wird.“ Neben der BER-Baustelle steht im Miniland das fertige Berliner Stadtschloss, für das im richtigen Leben in 2013 der erste Spatenstich vorgesehen ist. Lenhard hat das Lego-Modell mit 400 000 Steinen gebaut. 25000 Euro kostete die Konstruktion.
SCHA

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