Erst war er weg, dann kam der Wachschutz nach einem Vorfall zurück an Neuköllner Schulen, jetzt ist er wieder weg.
Peinliche Bruchlandung für Neuköllns Bezirksverwaltung: Die Wachen vor Problemschulen mussten Dienstag wieder abziehen. Niemand hatte das Jobcenter über den neuen Einsatzort der ohnehin kaum geeigneten Ein-Euro-Jobber informiert.
Die Schulstreifen, eine Maßnahme für acht schwer vermittelbare Arbeitslose, sollten Grundschülern im Kiez morgens über die Straße helfen, auch mal einen Spielplatz aufräumen. „Es wäre Wettbewerbsverzerrung, diese Leute als Wachschutz vor Oberschulen einzusetzen“, kritisiert Klaus-Peter Hansen, Geschäftsführer des Jobcenters Neukölln. Ein klarer Rechtsverstoß! Außerdem hätte der Träger, die Antares IT gGmbH, die neue Einsatzmöglichkeiten anmelden müssen. Das fand nicht statt.
Stadträtin Dr. Franziska Giffey (SPD) hatte am Freitag die „Notlösung“ mit den Streifen für Problemschulen verkündet. „Ich hielt das für besser als nichts, habe keine Probleme gesehen.“ Nun will sie das Versäumte nachholen, sich mit dem Jobcenter-Chef treffen. Doch in diesem Schuljahr wird es nichts mehr. „Wachschutz an den Schulen wird es erst im nächsten Schuljahr geben.“ Finanzieren will sie die etwa 700000 Euro teure Aktion mit zusätzlichen Mitteln, die jüngst den Bezirken versprochen wurden.
Obwohl Schulleiter sagen, dass etwa ein Hausmeister, bessere Beleuchtung oder eine Klingel ausreichten, hält die Neuköllner SPD am teuren Wachschutz fest. Der Abgeordnete Joschka Langenbrinck: „Der Wachschutz war ein großer Erfolg für die Sicherheit an Schulen.“

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