Seit Jahren schießen die Strompreise in die Höhe, fressen tiefe Löcher in Berliner Haushaltskassen. Nicht bei Familie Weber aus Wilmersdorf – die vier bringen mit einfachsten Mitteln die Strombosse zum Weinen.Sie sind Deutschlands zweitbeste Stromsparer, holten bei den deutschen Meisterschaften im Energiesparen den Vize-Titel. Der KURIER wollte es genau wissen, besuchte die Webers – und ließ sich Tricks und Kniffe zeigen.
Lächelnd empfängt Frank Weber die Reporter, bittet in die schicke Altbauwohnung. Eins schickt er vornweg „Wir sind keine militanten Ökos, die ohne jegliche Lebensqualität sparen – aber mit einfachsten Mitteln, die jeder andere nachmachen kann, haben wir unseren Verbrauch um mehr als 30 Prozent gesenkt“, so der stolze 45-Jährige.
Und wie geht das? In der Küche zeigt Mama Giuletta Weber ihren Kühlschrank, ein Gerät der Energiesparklasse A++. Die 45-Jährige erklärt: „Nahezu alle Lebensmittel halten sich auch bei der ,wärmsten’ Einstellung von acht Grad. Man muss den Kühlschrank nicht komplett herunterkühlen.“ Und noch etwas ist auffällig in der Küche. Zwar sind acht Strahler in der Decke integriert, nur jeder zweite aber ist angeschaltet. Giuletta: „Wir brauchen keine Festtagsbeleuchtung, hier muss es nicht aussehen wie im OP-Saal im Krankenhaus. Gedämpftes Licht ist vollkommen ausreichend.“
Gleiches gilt für das Wohnzimmer, dem Lebensmittelpunkt der Webers. „Auf einen Fernseher zu verzichten wäre völlig lebensfern. Aber wir lassen an mindestens einem Abend in der Woche die Glotze aus und spielen, oft bei Kerzenschein“, so Frank Weber.
Mit den richtigen PC-Einstellungen können Computerbesitzer ihre Stromrechnung um bis zu 200 Euro im Jahr senken. Wir geben ein paar Tipps zum Energiesparen.
Foto: dpaSeine Kinder Amelie (11) und Vincent (14) sind begeistert und hochmotiviert, helfen, den Geldbeutel der Eltern zusammenzuhalten. An einem einfachen Beispiel zeigt Schach-Fan Vincent in seinem Zimmer seinen umweltschonenden Beitrag. Wie überall in der Wohnung steht auch bei ihm in einer Ecke eine Steckerleiste. Mit der kann er gleichzeitig die Anlage, den Globus, die Lampe und andere elektrische Geräte ausschalten. Sein Papa ist überzeugt: „Die Hersteller wollen uns weismachen, dass der Stand-by-Modus die Geräte schont, aber das ist völliger Quatsch. Das frisst nur Strom.“
Besonders viel Energie wird von Staubsaugern aus der Steckdose gefressen. Doch bei Webers wurde dieser, genau wie ein Wäschetrockner, abgeschafft. Stattdessen benutzen die vier einen Bodenwischer, bedient durch Muskelkraft. Wie effektiv der „Aufwand“ ist, sehen die Webers in ihrem energetischen Haushaltskonto bei „CO2online“. Verbrauchten sie 2011 noch 2944 Kilowattstunden, so werden es in 2012 wohl nur 2650. Trotz steigender Strompreise bedeutet das für die Webers eine Ersparnis von 75 Euro. Ein normaler Vier-Personen-Haushalt kommt übrigens auf 5.000 Kilowattstunden.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Am Donnerstag um 6 Uhr begann vor dem Brandenburger Tor der Aufbau für die große Fanmeile. Mehr...

Nicht jede ihrer Rollen interpretiert Wanda Perdelwitz (29) so radikal wie im Film „Muxmäuschenstill“. Mehr...
