Als die Mauer fiel, waren Sandro, Nico und Beatrice noch Kinder. Sie erlebten die DDR nicht als Unrechtsstaat, sondern als Heimat, in der sie sich wohlfühlten. So wie ihnen geht es vielen: Ihre Facebook-Seite „DDR Kinder“ ist ein Renner!
Bilder von Alltagsgegenständen wie Küchenutensilien und Alu-Stullenbüchsen, Pionier-Ausweise, Abzeichen und Ost-Rezepte: Wie ein großes Poesie-Album erscheint die Erinnerungsseite „DDR Kinder“. 61.000 Fans hat die Seite nur ein Jahr nach Gründung. Ein Erfolg, mit dem Sandro Di Sprich nie gerechnet hätte: „Viele Wendekinder scheinen so wie wir zu fühlen: Wir hatten in der DDR eine gute Kindheit. Die Resonanz über Kommentare, Mails und Fotos ist überwältigend.“
Der KURIER hat für Sie die besten Ostalgie-Seiten gesammelt unter:
Aus politischen Diskussionen hält sich das Trio heraus. Stasi, Berufsverbote ...: Wer sich dazu äußern möchte, den verweisen die drei Macher auf andere Seiten. „Wir wollen natürlich die Mauer nicht wiederhaben“, stellt Mediendesigner und Fotograf Sandro fest. Fakt sei, dass Wendekinder von einem Tag auf den anderen in eine neue Welt geworfen wurden. „Ich war als Junge stolz, Thälmann-Pionier zu sein. Plötzlich teilte ein Lehrer mit: ,Ihr seid keine Pioniere mehr.’“ Für Di Sprich, Jahrgang 1976, damals eine kleine Katastrophe.
Viele schöne Erinnerungen - auch bei den mehr als 70.000 Anhängern der Seite „kommste ooch ausm Osten?“ Kein Wunder, dass die DDR-Seiten schon mehr als 100.000 Fans haben, ständig neue dazukommen!
Diese Tasse mit „Mitropa“-Logo gehört zum Gaststätten-Geschirr Rationell aus dem VEB Porzellanwerk Colditz.
Foto: Uhlemann
Familie Gieseler: September 1979 in Ückeritz am Strand gab Neptun Jürgen den Kindern seine Hand. In der Zeit wo Meerjungfrauen und Poseidon ruhn hatte er immer viel zu tun.
Foto: privat
KURIER-Reporter Holger Schacht mit Gasmaske (15 Euro) und ABC-Schutzanzug (ab 8,50 Euro).
Foto: Klug
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