Endlich Ferien! Berlins 400.000 Schüler haben bis zum 5. August Pause. Danach beginnt für viele Sechstklässler an den Oberschulen ein neuer Abschnitt. Für Kinder wie Lehrer und Eltern war Dienstag ein großer Tag voller Emotionen.
Stolz, Glück und ein bisschen Abschiedsschmerz weht durch das Klassenzimmer an der BIP Kreativitätsgrundschule in Karlshorst: Für die Lehrerinnen Irina Kattusch und Claudia Zimmer ist die Zeugnisausgabe in der 6a überhaupt kein Tag wie jeder andere. Für jeden der Schützlinge gibt es eine Abschieds-Rose. Die Pädagoginnen finden lobende, aufmunternde, manchmal ermahnende Worte für jeden Einzelnen. „Für jeden von euch gilt: Wir würden uns freuen, euch wiederzusehen“, sagt Zimmer.
Anthenor (11) nimmt die guten Wünsche gelassen entgegen. Der Nachwuchs-Kicker vom BFC Dynamo hat einen Schnitt von 1,5, wechselt ans Gymnasium. Wie 90 Prozent der Sechstklässler der Privatschule (Schulgeld: im Schnitt 260 Euro, Chinesisch ab Klasse 1). „Ich freue mich jetzt auf die Ferien, wo ich meine Familie treffe, Oma, Onkels, Tanten“, sagt der fröhliche Junge.
Auch Klassenkamerad Malte (12), der einen glatten Einser-Schnitt hat, freut sich auf den Familienurlaub. „Mir fällt Schule leicht, ich muss nicht viel lernen. Mir ist es wichtig, dass ich weiter Fußball spielen kann.“ Wohl wahr: Schule allein macht nicht das Kindsein aus!

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