Es ist Hochsommer, und das äußert sich derzeit so: Wolken, Schauer, Temperaturen, die mühsam die 20-Grad-Marke knacken. Meteorologin Dorothea Paetzold hat eine Einschätzung parat, die Ihren Wetter-Frust wohl kaum besänftigen wird: "Für mitteleuropäische Sommer ist das alles noch im normalen Bereich.“
Wer ist schuld? Mina - so haben die Meteorologen das Tief getauft, das sich über Skandinavien eingenistet hat und massenhaft Wolken in unsere Breiten schaufelt. Das Ergebnis: regnerische Tage bis in die kommende Woche hinein. Der Mittwoch beginnt noch relativ angenehm, zumindest wer sich im Süden und in der Mitte Deutschlands aufhält, bekommt die Sonne noch stundenweise zu sehen. Im Norden und Nordwesten ist es dagegen schon wechselnd bewölkt, und erste Schauer fallen. Am Nachmittag kommt es vor allem im Norden und in der Mitte, örtlich auch im Alpenraum zu Schauern und lokalen Gewittern. Hier und da kann ein starker Regenguss damit verbunden sein. Die Luft erwärmt sich an der Küste nur auf 18 Grad und im Süden auf 24.
In der Nacht zum Donnerstag wird es von der Küste bis zum Mittelgebirgsraum wechselnd bewölkt sein, und es muss mit Regenschauern gerechnet werden. Südlich der Mittelgebirge sieht es nach der Prognose besser aus: Der Himmel ist gering bewölkt oder klar. Es sind Tiefsttemperaturen zwischen 15 und 10 Grad zu erwarten.
Sonne und Wolken wechseln sich am Donnerstag ab. Wieder gibt es Regenschauer und im Süden später auch kurze Gewitter. Lediglich in den Regionen auf der windabgewandten Seite der Mittelgebirge bleibt es weitgehend trocken. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen Werte zwischen 17 Grad an der Nordseeküste und 24 Grad in Niederbayern. In der Nacht zum Freitag bleibt es wechselhaft mit schauerartigem Regen, am Alpenrand entladen sich anfangs noch Gewitter. Später kann es gebietsweise aufklaren. Die Luft kühlt sich auf 14 bis 9 Grad ab.
Kristina (21), Deimante (19), Frankie (18) und Freya (18): „Unser Tipp bei schwüler Hitze und Regen-Stürmen sind kurze, knappe Shorts. Ist es extrem heiß, schwitzt man nicht so. Ist es nass, lässt sich das bisschen Stoff ganz schnell wieder trocknen.“
Foto: Gudath
Langjährige Besucher des Classic Open Airs auf dem Gendarmenmarkt sind widrige Wetterbedingungen gewöhnt, kommen bereits mit Regencape und Schirm. Dieses Mal schüttete und blitzte es aber so heftig, dass die Veranstalter das Konzert aus Sicherheitsgründen vorzeitig abbrachen.
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Laußnitz/Dresden: Ein abgesplittertes Wrackteil zeugt von der Wucht, mit der der Baum auf das am Waldrand geparkte Auto stürzte.
Foto: dpaDer Freitag wird nass: Von Westen werden die Wolken am Vormittag dichter, und es setzt nachfolgend Regen ein, der sich bis nach Osten ausbreitet. Vor allem im Nordwesten regnet es lang anhaltend und kräftig. Zudem können sich am Nachmittag lokale Gewitter bilden. Dabei steigt die Temperatur auf Höchstwerte zwischen 18 Grad im Norden und 22 Grad im Süden. Nachts sinkt die Temperatur auf 14 bis 11 Grad.
Trotz des verregneten Sommers bleiben uns Unwetter und Regengüsse wie vergangene Woche erst einmal erspart - folglich fallen auch die Wasserstände der Spree, und das hochwassergefährdete Spremberg kann aufatmen. Der einberufene Krisenstab zur Hochwasserbekämpfung hat seine Arbeit vorerst eingestellt, Kontrollen an der Spree gibt es aber weiterhin. Das Landesumweltamt und Meteorologen gehen von einer weiteren Normalisierung der Wasserstände an Spree und Schwarzer Elster aus.

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