Vorm Hort fürchten Cindy Jensch (li.) und Jannah Emke um ihre Kinder.
Foto: Norbert Koch-KlaukeGiftraupen, die 120 kleine Kinder in einem Kita-Hort bedrohen: Nach dem KURIER-Bericht über die Tatenlosigkeit des Bezirksamtes stoppt nun Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (CDU) die Invasion der Eichenprozessionsspinner. „Die Raupen kommen weg“, befahl er.
Sein Machtwort fiel gestern in der Bezirksamtssitzung. Dort wies Kopp Gesundheitsstadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne) an, „so schnell wie möglich zu handeln“. „Die Gesundheitsgefährdung der Kinder muss beseitigt werden“, sagte er. „Wir können doch wegen Geldmangels nicht untätig bleiben.“
Im „Zentrum am Kleeblatt“, wo die Kita- und Hortkinder der Zehlendorfer Dreilinden-Schule untergebracht sind: Dort haben die Giftraupen 30 Eichen befallen. Zwei Hortkinder bekamen durch die giftigen Raupenhaare schon bösen Hautausschlag. Das Gelände wurde abgesperrt, die Kinder dürfen nicht mehr im Freien spielen.
Bis zu 13500 Euro würde das Raupenentsorgen kosten. Das Gesundheitsamt forderte, dass der Träger des Kita-Hortes die Kosten bezahlt. Laut Gesetz muss dies aber der Bezirk tun, der Gelände-Eigentümer ist.
Nun sollen auch Schulen und anderen Kindereinrichtungen im Bezirk geholfen werden, die Giftraupen-Probleme haben.

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