Schrecklicher Verdacht: Ein Tierhasser hat zwei der vier Löwen des Zoos vergiftet! Männchen Aru und seine Zwillingsschwester Aketi waren oder sind anscheinend in Lebensgefahr.
Die beiden Großkatzen hatten Schaum vor dem Maul, ihr Speichel lief in Strömen, sie litten unter Atemnot und heftigen Kolik-Krämpfen, sagte Zoo-Tierarzt André Schüle. Er gehe wegen der Symptome von einer Vergiftung aus.
Die fielen Tierpflegern vor vier Tagen morgens auf. Der Tierarzt begann mit der Behandlung – auf Distanz, wie Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz erklärt: „Per Blasrohr bekamen die Tiere Injektionen mit Antibiotika und krampflösenden Mitteln.“
Beide Löwen sind weiter auf der Freianlage. Der Löwin soll es wieder einigermaßen gehen, Aku soll dagegen noch eher schlapp sein, sagt Blaszkiewitz. Was die Krankheit hervorgerufen hat, sei bisher nicht bekannt. Einen Beweis, dass jemand den Tieren vorsätzlich schaden wollte, gibt es nicht.
Das Löwenpaar, im Oktober 2007 im Zoo Wuppertal geboren, kam 2009 nach Berlin. Versuche, Aketi mit Löwenmann Paul zu verbandeln, scheiterten an seinem schwierigen Naturell.
Nach Totgeburten, tödlichen Unfällen und Jungtieren, die eingeschläfert werden mussten, sowie nach Inzucht-Vorwürfen stellte der Zoo die Löwenzucht einstweilen ein. Aketi bekommt die Pille, das zweite Weibchen Amira ist sterilisiert. GL

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