London kann einpacken! Zu langweilig! Die wirklich interessante Olympiade fand am Samstag am Postbahnhof statt. Die Teilnahmebedingungen: Ein gewisses Verständnis für Ironie und absolute Schmerzfreiheit.
„Hipster-Olympiade“ heißt die verrückte Veranstaltung. Die Disziplinen: unter anderem Hornbrillenweitwurf, Jutebeutel-Sackhüpfen und Club-Mate-Kisten-Wettrennen. Denn Mate trinkt er am liebsten, der Hipster. Natürlich hat diese Spezies noch mehr Merkmale.
Der Hipster trägt: V-Ausschnitt-Shirts, knallenge Jeans, oft eine Kopfbedeckung, Vollbart oder gezwirbelten Schnäuzer, Jutebeutel, Holzfäller-Hemden sowie Hornbrillen. Der Look soll nachlässig aussehen, ist aber das Ergebnis eines sorgsamen Stylings. Der Hipster ist: unpolitisch, konsumfixiert, oberflächlich.
Und genau das wurde so richtig schön durch den Kakao gezogen: „Wir fordern mehr iPhone-Ladestationen auf der U8, mehr Teilnahmslosigkeit in der Öffentlichkeit und der Fernsehturm soll eine Hornbrille bekommen“, erklärte Veranstalter Alexander Bernikas (24). Damit war die Freakshow eröffnet. Zwölf Teams traten an. Aber so richtig international war die Olympiade irgendwie nicht. Zwei Österreicherinnen waren die einzigen nicht-deutschen Teilnehmer. Der Hipster ist eben doch ein Berliner Gewächs.

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