Unter lautstarken Protesten von Fluglärmgegnern haben beim traditionellen Hoffest des Berliner Senats am Dienstag mehr als 3000 Gäste mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gefeiert. „Wir waren ein bisschen voreilig mit den Einladungskarten, die als Flugtickets gestaltet waren“, sagte Wowereit zur Eröffnung unter Anspielung auf den ins nächste Jahr verschobenen Start des Großflughafens Berlin-Brandenburg (BER).
Zu den prominenten Gästen des Hoffests im Roten Rathaus gehörten die Bundestags-Fraktionschefs Rainer Brüderle (FDP), Gregor Gysi (Linke) und Jürgen Trittin (Grüne). Auch DGB-Chef Michael Sommer, der Schriftsteller Wladimir Kaminer und Schauspieler Dieter Hallervorden hatten sich angemeldet.
Gefeiert wurde im Hof des Rathauses und auf den Straßen rund um das Gebäude. Zahlreiche Berliner Künstler traten auf, Spitzenhotels und -restaurants boten Speisen und Getränke an. Ab Mitternacht sollte die traditionelle Party im Rathaus-Keller gefeiert werden. Das Fest wird ausschließlich von Sponsoren bezahlt.
Mindestens ein Viertel des Geldes - rund 89.000 Euro - werde aber durch Unternehmen mit Landesbeteiligung aufgebracht, kritisierte der Steuerzahlerbund. Auf diesem Weg würden auch Steuern und Gebührengelder in das Fest in den Innenhöfen des Roten Rathauses fließen. „Hinzu kommen Sach- und Kulturleistungen, zum Beispiel der Deutschen Oper, des Staatsballetts und des Rundfunkchors, die ebenfalls erheblich aus Steuermitteln subventioniert werden.“
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Ein Arbeiter schiebt eine Schubkarre durch die Haupthalle, die nicht aussieht, als könne sie jetzt ihren Betrieb aufnehmen.
Foto: OttoDie Finanzierung für das Fest ist seit mehreren Monaten im Internet veröffentlicht. Sowohl Sponsoren wie die gezahlten Summen sind einzusehen. Demnach zahlt die Berliner Stadtreinigung beispielsweise 16.000 Euro für die Präsentation des Unternehmens. 8500 Euro geben jeweils unter anderen die Verkehrsbetriebe BVG, die Wasserbetriebe und das Wohnungsunternehmen degewo. dpa

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