Das Schicksal der kleinen Amy (3) hat die Menschen bewegt. Viele Leser spendeten für das Mädchen, das an einer Form von Muskelschwund leidet, damit ihre Mutter ein Therapiegerät für das Kind kaufen kann. Auch die Krankenkasse von Amy (DAK) versucht ihr zu helfen.
„Wir freuen uns sehr! In einer Woche sind etwa 2000 Euro zusammengekommen“, sagt Amys Mama Stefanie Ruhs (33). „Danke an alle Leser, die mit einer Spende geholfen haben!“ Die Spendengelder werden für Amy vom Lions-Club Altlandsberg verwaltet. Bevor es zu einer Anschaffung kommt, wird diese vom Club geprüft und dann für das kleine Mädchen getätigt.
Förderverein Lions Club Altlandsberg e.V., Kto.: 3000186530, BLZ..: 17054040, Sparkasse Märkisch Oderland, Betreff: „Amy braucht Hilfe“
Gesammelt wird für einen Galileo-Kipptisch. Durch Vibrationstherapie sollen Amys Muskeln daran gehindert werden, sich weiter abzubauen. Der Kipptisch kann von den Krankenkassen nicht übernommen werden. In einem sozialmedizinischen Gutachten an die DAK zum Galileo-Kipptisch steht: „Methoden der biomechanischen Vibrationstherapie sind bisher keine Leistungen der GKV (Gesetzlichen Krankenversicherung, Anm. der Redaktion) im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung.“ Weiter: „Ein solches Gerät ist auch nicht als verordnungsfähiges Hilfsmittel der GKV anerkannt.“
Für das Produkt lägen noch keine klinischen Studien vor, die sich mit der häuslich durchzuführenden Therapie befassen. Auch der Hersteller werbe für sein Produkt mit dem Satz „Im gewerblichen Umfeld wie Physiotherapie und Rehabilitation“.
Amy (3): sie ist sehr intelligent, sprach schon sehr früh. Den Rollstuhl braucht sie seit sie ein Jahr alt ist.
Foto: privatUnter diesen Umständen konnte die Krankenkasse das Gerät bislang nicht bewilligen. „Amy ist in der Tat ein schwer krankes Kind, das unter ihrer Krankheit leidet. Aus diesem Grund wurde das Mädchen in der Vergangenheit von der DAK-Gesundheit mit allen medizinisch notwendigen Behandlungen und Hilfsmitteln sehr hochwertig versorgt. Eine lebenswichtige Behandlung wurde niemals verweigert“, sagt ein Sprecher der DAK.
Bislang hatte die Mutter keinen schriftlichen Antrag an die DAK gestellt, das hatte sie wohl falsch verstanden. Aber sie darf es nun nachholen. „Die DAK-Gesundheit wird im direkten Gespräch mit der Mutter nach einer für alle Beteiligten tragfähigen Lösung suchen.“ Darüber ist Stefanie Ruhs sehr froh: „Ich möchte hinzufügen, dass ich sonst immer zufrieden mit der DAK war und deswegen auch seit 1995 Mitglied bin. In anderen Belangen wurde sogar recht schnell reagiert, völlig problemlos und zur Zufriedenheit.“

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