Die Große Koalition auf Landesebene führt nun auch zu immer mehr Bezirks-Regierungen aus SPD und CDU. Die Linke muss daher im Ostteil um ihre Hochburgen zittern.
Eine Vorentscheidung gibt es bereits in Marzahn-Hellersdorf. Dort hat sich die CDU-Fraktion einstimmig für eine Zählgemeinschaft mit SPD und Grünen ausgesprochen. Der bisherige Bildungs-Stadtrat Stefan Komoß (SPD) könnte dort Amtsinhaberin Dagmar Pohle (Linke) als Bürgermeisterin ablösen. Als Gegenleistung fordert die CDU von der SPD auf Landesebene eine Abschaffung des Straßenausbau-Beitragsgesetzes. Für die Linke wäre der Verlust des Plattenbau-Bezirks eine der herbsten politischen Niederlagen seit dem Mauerfall.
In Lichtenberg scheint SPD-Baustadtrat Andreas Geisel im Poker um das höchste Amt Bürgermeisterin Christina Emmrich (Linke) zu unterliegen. Grund: Die Grünen wissen noch nicht, ob sie dem Bündnis aus SPD und CDU beitreten wollen. Fällt hier die letzte Bastion der Linken? Bundes- und Bezirksvorsitzende Gesine Lötzsch: „Wir sprechen mit allen demokratischen Parteien. Entschieden ist noch nichts.“ In Treptow-Köpenick sucht SPD-Bezirkschef Oliver Igel nach wie vor nach einer Bürgermeister-Mehrheit. In Neukölln und Mitte haben sich SPD und CDU bereits auf Rot-Schwarz geeinigt.

Bischof Ralph Napierski (40) aus Spandau ging in die Geschichte ein: als Mann, der das Vorkonklave in Rom stürmte. Dabei war alles ganz anders, wie er dem KURIER erzählte. Mehr...
