Tore sind das Salz in der Fußballsuppe. Kein Wunder, dass die Fans von Hertha BSC so viel Appetit auf noch mehr Spiele, Siege und Jubelszenen haben. Die Offensivabteilung mit Ronny (9 Treffer), Ramos (6), Allagui (4), Wagner, Ben-Hatira, Ndjeng (je 3) sowie Sahar (2) ballerten 30 der 36 Saisontore ins gegnerische Netz. Doch richtig schmackhaft wird das alles erst durch die Abwehrkraft, die richtig Lusti auf den Aufstieg macht.
Das Fachmagazin „Kicker“ kürte Thomas Kraft zum besten Torhüter der Zweiten Liga. Ruhe, Wachsamkeit und Paraden des 24-Jährigen sind phänomenal. Und vor Kraft räumt ein Innenverteidiger ab, der eigentlich gar keiner ist. Fabian Lustenberger, normalerweise defensiver Mittelfeldspieler und (leider) oft Verletzungspechvogel vom Dienst, spielt eine überragende Saison.
Patrick Ebert (25) zog das große Los: Nach 14 Jahren im Verein wechselte er nach Spanien. Er ging zu Real Valladolid, wurde Stammspieler – 13 Spiele, 3 Tore! Dumm: Gerade erst zog er sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Trotzdem lässt er sich den Optimismus nicht nehmen: „Im neuen Jahr bin ichwieder fit, greife wieder voll an.“
In der Kicker-Rangliste steht er auf Platz 2 hinter Braunschweigs Dogan. Bei der Wahl zum Herthaner der Hinrunde liegt Lusti in Führung.
Nur 15 Gegentreffer sind die Bestätigung für Herthas klasse Defensivarbeit. Wie heißt es doch: Angriff gewinnt Spiele, Abwehr gewinnt Meisterschaften. 2013 kann kommen.

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