Tick, tack, Rob weg? Die Uhr läuft unerbittlich. Noch sieben Tage, dann ist schließt die Profi-Transferliste. Für die einen ist es ein heißer Poker, für die anderen der Schnäppchen-Grabbeltisch. Wir nennen es: Herthas Sommerschlussverkauf und im Schaufenster steht Stürmer Rob Friend (30).
„Uns liegt kein konkretes Angebot für Rob Friend vor. Still ruht der See“, sagte Manager Michael Preetz gestern. Diesen Satz wiederholt er seit Wochen. Es geht um den Königstransfer des Sommers 2010. Friend wurde für 1,5 Millionen Euro Ablöse von Borussia Mönchengladbach gekauft.
Am Mittwoch bekam Maik Franz wegen seines Nasenbeinbruchs seine Plastik-Gesichtsmaske. Heute soll er sie beim Abschlusstraining testen, ob der Verteidiger damit spielen kann. Trainer Markus Babbel: „Das müssen wir erstmal ausprobieren, ob es geht.“ Falls nicht, könnte der Tscheche Roman Hubnik nach überstandener Fußprellung wieder in der Startelf stehen.
Für das Heimspiel gegen Stuttgart weist der Verein ausdrücklich darauf hin, dass für das Olympiastadion ein neues Verbot in Kraft getreten ist. Fans dürfen aus Sicherheitsgründen keine Plastikflaschen mehr mit ins Stadion nehmen. Kontrollen werden vorgenommen.
Doch der Topverdiener (rund 900 000 Euro Jahresgehalt) konnte die Erwartungen nicht erfüllen: Nur fünf Tore in der Zweiten Liga und jetzt ist der Kanadier nur noch Tribünenhocker. „Verkaufen, verkaufen“, fordern die blau-weißen Fans wie hektische Börsianer.
Doch so einfach ist es nicht. Preetz tut sich schwer, denn Robs Friendgehen tut weh. „Wir wollen weiter mit Rob planen“, sagt der Manager.
Doch ob dieser Satz noch in sieben Tagen Gültigkeit hat? Friends Berater Andreas Kirsch behauptet: „Ich könnte jeden Tag einen neuen Verein für Friend präsentieren.“ Dann sagt er aber auch: „Das ganze Paket muss ja alle Parteien zufriedenstellen.“ HSV, Köln sowie die Zweitligisten Aachen und Eintracht Frankfurt und ein Klub aus Holland haben Interesse. Doch welcher Klub legt in den nächsten Tagen tatsächlich die Karten auf den Tisch?
Preetz wartet ab. Entweder es entwickelt sich noch ein Poker oder nicht. Für eine Million Euro Ablöse könnte der glücklose Stürmer sofort gehen. 700 000 sind die Schmerzgrenze, unter der Summe geht gar nichts.
Kirsch: „Das Geschäft ist so schnelllebig, da kann immer über Nacht etwas passieren.“ Oder auch nicht, denn Friendgehen tut weh.

Die Gefahr eines Prozess-Marathons schien gebannt - doch Hertha-Präsident Werner Gegenbauer hält sich im Kampf um eine Wiederholung des Relegationsrückspiels alle Optionen offen. Mehr...

| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||