Mittwoch, 24. August 2011
Sommerschlussverkauf

Robs FriendGehen tut Hertha weh

Von W. Heise

Rob Friend schaut in eine ungewisse Zukunft.
Rob Friend schaut in eine ungewisse Zukunft.
Foto: City-Press GmbH
Berlin –  

Tick, tack, Rob weg? Die Uhr läuft unerbittlich. Noch sieben Tage, dann ist schließt die Profi-Transferliste. Für die einen ist es ein heißer Poker, für die anderen der Schnäppchen-Grabbeltisch. Wir nennen es: Herthas Sommerschlussverkauf und im Schaufenster steht Stürmer Rob Friend (30).

„Uns liegt kein konkretes Angebot für Rob Friend vor. Still ruht der See“, sagte Manager Michael Preetz gestern. Diesen Satz wiederholt er seit Wochen. Es geht um den Königstransfer des Sommers 2010. Friend wurde für 1,5 Millionen Euro Ablöse von Borussia Mönchengladbach gekauft.

Hertha kompakt

Härtetest für Franz

Am Mittwoch bekam Maik Franz wegen seines Nasenbeinbruchs seine Plastik-Gesichtsmaske. Heute soll er sie beim Abschlusstraining testen, ob der Verteidiger damit spielen kann. Trainer Markus Babbel: „Das müssen wir erstmal ausprobieren, ob es geht.“ Falls nicht, könnte der Tscheche Roman Hubnik nach überstandener Fußprellung wieder in der Startelf stehen.

Doch der Topverdiener (rund 900 000 Euro Jahresgehalt) konnte die Erwartungen nicht erfüllen: Nur fünf Tore in der Zweiten Liga und jetzt ist der Kanadier nur noch Tribünenhocker. „Verkaufen, verkaufen“, fordern die blau-weißen Fans wie hektische Börsianer.

Doch so einfach ist es nicht. Preetz tut sich schwer, denn Robs Friendgehen tut weh. „Wir wollen weiter mit Rob planen“, sagt der Manager.

Rob Friend: Herthas Stürmer jetzt im SSV?

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Doch ob dieser Satz noch in sieben Tagen Gültigkeit hat? Friends Berater Andreas Kirsch behauptet: „Ich könnte jeden Tag einen neuen Verein für Friend präsentieren.“ Dann sagt er aber auch: „Das ganze Paket muss ja alle Parteien zufriedenstellen.“ HSV, Köln sowie die Zweitligisten Aachen und Eintracht Frankfurt und ein Klub aus Holland haben Interesse. Doch welcher Klub legt in den nächsten Tagen tatsächlich die Karten auf den Tisch?

Preetz wartet ab. Entweder es entwickelt sich noch ein Poker oder nicht. Für eine Million Euro Ablöse könnte der glücklose Stürmer sofort gehen. 700 000 sind die Schmerzgrenze, unter der Summe geht gar nichts.

Kirsch: „Das Geschäft ist so schnelllebig, da kann immer über Nacht etwas passieren.“ Oder auch nicht, denn Friendgehen tut weh.

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Mannschaft Tore Punkte
1 Borussia Dortmund 80:25 81
2 Bayern München 77:22 73
3 FC Schalke 04 74:44 64
4 B. Mönchengladbach 49:24 60
5 Bayer Leverkusen 52:44 54
6 VfB Stuttgart 63:46 53
7 Hannover 96 41:45 48
8 VfL Wolfsburg 47:60 44
9 Werder Bremen 49:58 42
10 1. FC Nürnberg 38:49 42
11 1899 Hoffenheim 41:47 41
12 SC Freiburg 45:61 40
13 1. FSV Mainz 05 47:51 39
14 FC Augsburg 36:49 38
15 Hamburger SV 35:57 36
16 Hertha BSC Berlin 38:64 31
17 1. FC Köln 39:75 30
18 1. FC Kaiserslautern 24:54 23
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So muss es wieder sein: Roman Hubnik (verdeckt) erzielt Herthas 1:0 im Hinspiel der Relegation.

Das Spiel ist aus. Endstand 2:2. Hertha steigt ab.

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