Den Zweikampf aus der 43. Minute gegen Paderborns Meha wird Youngster Nico Schulz (19) wohl nicht mehr vergessen. Ein Patzer – und prompt kassiert Hertha aus dem Nichts das 0:1.
Doch Coach Jos Luhukay ist nicht sauer. Ganz im Gegenteil: Er gibt dem Linksverteidiger sogar eine Auflaufgarantie für das nächste Spiel beim FSV Frankfurt.
Ein Haken nach rechts und dann ein Hammerschuss ins blau-weiße Glück, Ausgleich zum 1:1! Ronny zeigte beim 2:2 gegen Paderborn sein ganzes Können und jubelte.
Foto: City-Press„Er spielt zu hundert Prozent in der nächsten Woche. Es wäre brutal, ihn nach einem Fehler zu bestrafen. Spieler sind doch keine Computer“, so Luhukay energisch. Der Coach weiß, dass sein junger Verteidiger noch einen Tick härter, ein letztes Bisschen konsequenter werden muss.
Schulz sieht den Zweikampf vor seinen Augen ablaufen. Wieder und immer wieder: „Ich wollte hin, treffe aber den Ball nicht.“ Doch er ist ein Kämpfer, lässt sich nicht hängen und klärt in der zweiten Hälfte eine ähnliche Situation bravourös. Luhukay hat das genau registriert.
Deshalb hält er große Stücke auf den offensiv starken Verteidiger: „Nach hinten muss er von Woche zu Woche zulegen.“ Am besten schon am nächsten Sonntag beim FSV Frankfurt.
Nach dem Ellbogen-Check von Paderborns Bertels konnte Daniel Beichler (23) wegen starker Kopfschmerzen nur Rad fahren. Noch am Spielfeldrand wurde der Ösi mit fünf Stichen genäht. Auch Fabian Lustenberger (24) stieg wegen einer leichten Dehnung im rechten Sprunggelenk nur auf den Drahtesel.

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