Das Hertha-Training am Freitag hatte nur einen einzigen Zweck: Normalität demonstrieren. Normalität und Ruhe, während drumherum der Sturm nach dem skandalösen Düsseldorf-Spiel tobt. Doch über allem hing das Damoklesschwert: Wie wird das Sportgericht entscheiden?
Trainer Otto Rehhagel verzichtete während der knapp 45-minütigen Einheit auf eine große Ansprache oder den demonstrativen Schulterschluss mit den über 200 Fans. Alles sollte so normal wie möglich erscheinen.
Dabei war es alles andere als normal. Lediglich 14 Spieler liefen auf den Platz, weil Mijatovic, Niemeyer, Kraft und Janker als Zeugen zum DFB nach Frankfurt geflogen waren. Zudem mussten Raffael, Ebert und Aerts verletzt passen. Ein bisschen Erwärmung, dann wurde fünf gegen zwei gespielt, das war es auch schon. Zügiger Abmarsch! Keine Zeit für Autogramme.
Nur Änis Ben-Hatira bleibt stehen, als ihn ein Steppke im blau-weißen Trikot um ein Foto bittet und posiert mit dem kleinen Hertha-Fan.
SF

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