Dienstag entscheidet sich auf der Mitgliederversammlung die Zukunft von Hertha BSC. Die Frage ist: Wird Werner Gegenbauer trotz zweier Abstiege in den vergangenen drei Spielzeiten wiedergewählt? Und bekommt er durch die Stimmen der Mitglieder ein Präsidium, mit dem er seriös arbeiten kann?
Es wird unfassbar viel Mist über Gegenbauer geschrieben, behauptet und gepöbelt. Aber wer diesen Macher auch nur ein bisschen kennt, der weiß: Es ist ihm eine seelische Pein, dass sich das Wohl seiner Hertha, seiner Liebe, so eng mit seinem Namen verknüpft. Der Werner Gegenbauer, den ich kenne, ist ein vernünftiger, uneingebildeter, in der Wirtschaft bestens vernetzter Normalo. Ein Gerechtigkeitsfanatiker, den die Menschenjagd auf Manager Michael Preetz – mit Verlaub – ankotzt. Und der ihm deswegen noch eine Chance geben will. Dieser Präsident ist einer, der weder nach Pöstchen noch nach Rampenlicht giert – aber anpackt, wenn er spürt, dass er gebraucht wird.
Was er für Hertha anschiebt– Bahn-Vertrag, Stundung der Stadionmiete, persönliche Finanzhilfen in Millionenhöhe –, hat dieselbe Motivation wie das Anfeuern aus der Ostkurve oder endlose Auswärtsfahrten oder die blau-weißen Bekenntnisse im Bild unserer Stadt. Werner Gegenbauer ist Herthaner. Und will nichts anderes, als weiter für eine bessere Zukunft seines Vereins zu kämpfen.

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