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Luhukays mutige Entscheidungen: Jos heißt für Hertha: Janz oben stehen


Berlin –  

Hertha-Herz, was willst du mehr? 1:0 (0:0)-Sieg über Kaiserslautern in einem kampfbetonten, dramatischen Zweitliga-Spiel. 13 Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. Und als Sahneklecks obendrauf die Tabellenführung. Auf gut Berlinerisch bedeutet das: Jos – Janz oben stehen!

Dabei begann die Partie mit einem kurzen Herzstillstand. Der Elfmeter in der 3. Minute hätte das Spiel anders laufen lassen können. Wenn, ja wenn Torgarant Ronny ihn versenkt hätte. Doch Lautern-Keeper Tobias Sippel, der Nico Schulz im Strafraum von den Socken geholt hatte, parierte. Einen Schuss, der nicht platziert war. Aber auch nicht stramm geschossen. So gar nicht Ronny-typisch eben.

Ein weiteres Argument, das Berater Dino Lamberti mit in die Vertragsverhandlungen mit Hertha-Manager Michael Preetz hätte nehmen können – verschenkt. Die Chancen zur frühen Führung ebenfalls.

Langeweile kam – vielleicht auch gerade deshalb – nicht auf vor 37.347 Fans im Olympiastadion. Große Torraumszenen gab es nicht – abgesehen von einer Ramos-Chance.

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Unterhaltsam war es trotzdem. Vier Gelbe Karte in der ersten Hälfte, eine Rote gegen Lauterns Baumjohann (nach Foul an Peter Pekarik/ 33.), 33 Fouls, 17 davon zu Lasten der Hertha-Spieler – mangelnden Einsatz konnte man Peter Niemeyer und Co. wahrlich nicht vorwerfen. Aber Tore wollten nicht fallen.

Doch Trainer Jos Luhukay wäre nicht Trainer Jos Luhukay, hätte er nicht die eine oder andere geniale Überraschung parat gehabt. Er wollte einen offenen Schlagabtausch. „Mit einem Tor mehr für uns, versteht sich“, ließ er schon vor dem Anpfiff die Taktik klar erkennen.

Und der Coach tat alles dafür. Zur Pause brachte er Pierre-Michel Lasogga. Wohl gemerkt für Abwehrmann Pekarik. Nach gut einer Stunde kam mit Sandro Wagner der dritte Stürmer. Wiederum auf Kosten der Defensive. John Anthony Brooks musste runter.

Hertha BSC am Drücker. Mit einem Mann mehr auf dem Platz und jeder Minute auf der Uhr kamen die Freiräume. Lasogga (51. und 63.) und Marcel Ndjeng (58.) vergaben gute Chancen. Und dann, endlich, schlug Peer Kluge eiskalt zu (68.). Ein Zucker-Zuspiel von „Prinz Pierre“. Und der Routinier netzte abgezockt ein.

Keine Frage, was Hertha da bot war spielerisch nicht erste Güte, aber kraftvoll und konsequent. War anschaulich und einladend. Und dafür, dass Kaiserslautern seinen Teil zu einem erstligareifen Kick beim Zweitliga-Spitzenspiel kaum beitrug, dafür können die Blau-Weißen nun wirklich nichts.

Das kann ihnen aber auch herzlich egal sein. Denn nur eines ist wichtig an diesem Abend: Jos – Janz oben stehen.

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