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Luhukay muss 174-tägige Torseuche beenden: Ramos ist sein schwerster Fall


Luhukay hält zu Adrian Ramos und hofft auf ein Tor gegen Aalen.
Luhukay hält zu Adrian Ramos und hofft auf ein Tor gegen Aalen.
Foto: imago
Berlin –  

Es ist so bitter, so gemein! Seit 174 Tagen leidet Herthas Adrian Ramos an der schlimmsten Stürmerkrankheit – totale Torseuche Blockade im Strafraum. Trainer Jos Luhukay und sein schwierigster Fall. Der Heilplan von Doktor Jos: Knallharte Kritik, Verständnis und dann wieder Lob. Hat sich Ramos endgültig wieder erholt, gibt es Sonntag (13.30 Uhr) gegen den VfR Aalen endlich wieder ein Tor des Kolumbianers?

„Adrian zeigt sehr viel Laufbereitschaft. Ich würde ihm so ein Tor gönnen. Das würde ihm weiterhelfen“, sagt der Holländer. Luhukay übernahm den Patienten am 2. Juli, als Ramos aus seinem Heimaturlaub wiederkam.

Der erste Befund: Traurigkeit und Antriebslosigkeit im Training. Insgesamt traf Ramos in der Abstiegssaison nur sechs Mal ins Netz des Gegners. Sein siebtes Tor bewirkte bei ihm die totale Schockstarre: Das Eigentor zum 1:2 im Relegationsheimspiel gegen Düsseldorf. Keiner machte ihm Vorwürfe, nicht seine Mitspieler, nicht die Fans. Er machte sie sich nur selbst.

Dazu kam noch die alljährliche akute Transferitis. Ramos wollte mal wieder wechseln, wollte nicht noch mal Zweite Liga spielen. Einen neuen Klub fand er nicht. Seit Ende August herrscht Klarheit bei ihm im Kopf. „Adrian war dadurch abgelenkt. Doch jetzt konzentriert er sich wieder voll auf Hertha“, sagt Doc Jos.

Die Besserung ist seit zwei Wochen deutlich zu sehen: Ramos ackert wieder im Training, ist bissig und trifft dort wieder ins Tor. Der Coach hat Geduld und glaubt an die komplette Heilung. „Wir wollen alle den Adrian sehen, der vor zwei Jahren Hertha mit 16 Toren in die Bundesliga schoss“, sagt Luhukay. Wird die Krankenakte des Stürmers mit einem Tor gegen Aalen geschlossen? Doc Jos wäre froh...

W. H.

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