Gleich im ersten Saisonspiel gegen Paderborn bekamen die Hertha-Fans die Philosophie von Jos Luhukay vorgeführt.
Ohne mit der Wimper zu zucken, wechselte der Trainer seine Führungsspieler Peer Kluge (Spielstand: 0:1) und Peter Niemeyer (1:1) aus, brachte mit Ronny und Sandro Wagner Offensivkräfte. Bedingungsloser Mut zum Angriff, so konsequent war noch kein Hertha-Trainer!
Ein Haken nach rechts und dann ein Hammerschuss ins blau-weiße Glück, Ausgleich zum 1:1! Ronny zeigte beim 2:2 gegen Paderborn sein ganzes Können und jubelte.
Foto: City-PressSchon zuvor hatte Luhukay seine überraschend gewählte Ein-Stürmer-Aufstellung korrigiert. Ramos kam für Beichler (57., 0:1). Und genau dieser Ramos war es, der vor Ronnys 1:1 den Ball irgendwie zu dem Brasilianer stocherte. Der Ausgleich durch zwei Einwechselspieler – glückliches Händchen heißt die Fußballfloskel dafür.
Luhukay zu seiner Mut-Attacke: „Es spielen fast alle Gegner mit einem verstärkten Mittelfeld. Ich wollte zunächst Stabilität und Sicherheit. Denn das Team ist noch nicht so weit. Aber nach dem Rückstand musste ich doch reagieren.“
Der Lehrsatz dahinter ist ganz einfach: Wer Druck macht, gewinnt Spiele. Wer keinen Druck macht, verliert Spiele. Auch wenn am Ende nur ein Unentschieden erzielt wurde – die Marschroute für Jos Luhukays Hertha wurde deutlich. Die Blau-Weißen werden Druck machen. Immer und immer wieder.
Nach dem Ellbogen-Check von Paderborns Bertels konnte Daniel Beichler (23) wegen starker Kopfschmerzen nur Rad fahren. Noch am Spielfeldrand wurde der Ösi mit fünf Stichen genäht. Auch Fabian Lustenberger (24) stieg wegen einer leichten Dehnung im rechten Sprunggelenk nur auf den Drahtesel.

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