Jung. Unbekümmert. Und geil darauf, sich für ihren Verein zu zerreißen. Genau solche Spieler benötigt Hertha BSC in der kommenden Zweitliga-Saison. Exakt mit so einem Blau-Weißen traf sich der KURIER im Alexa. Gestatten, Fabian Holland (21), Teil der blau-weißen Zukunft!
In kaputten Jeans und mit einer roten Baseball-Kappe auf dem Kopf erscheint Fabi zum Treffpunkt. „Hey“, grüßt er gut gelaunt. Er hat den Bundesligaabstieg verarbeitet.
„Natürlich ist das alles andere als toll. Aber es muss doch weitergehen“, schaut der Jungprofi nach vorn und zeigt, was er für ein Typ ist: ein Kämpfer!
Er kennt es ja nicht anders. Der Durchbruch bei den Profis wollte dem Defensivspezialisten unter den Ex-Trainern Markus Babbel und Michael Skibbe einfach nicht gelingen. „Ich durfte ab und an mal mittrainieren. Aber wirklich zur ersten Mannschaft gehörte ich nicht“, erinnert sich der Linksfuß.
Erst als der große Otto Rehhagel das Zepter übernahm und das Talent des U 23-Kapitäns erkannte, durfte er sein erstes Bundesligaspiel bestreiten (32. Spieltag, 1:2-Niederlage gegen Kaiserslautern). „Sicher war der ein oder andere verletzt, aber ich hatte mir den Einsatz im Training verdient. Trotzdem war es eine Überraschung, dass es wirklich klappte.“
Zwei weitere Partien bestritt der Linksverteidiger für den Bundesliga-Absteiger und hofft, dass in der nächsten Spielzeit viele weitere folgen: „Na klar, ich möchte dann öfter spielen. Ein Stammplatz wäre natürlich top, aber warten wir mal ab.“
Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Weil Trainer Luhukay ihn ganz dick im Notizblock stehen hat. Als defensiven Part einer linken Seite, die mit Nico Schulz oder Ronny weiter vorne ergänzt werden könnte. Vor allem aber, weil er einer ist, der sich für seinen Verein zerreißt. Solche Typen braucht Hertha jetzt.

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