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Montag, 30. Juli 2012

Fan-Liebling will den Wiederaufstieg: Herthas Niemeyer: Wir brauchen mehr Teamgeist!

Von S. Fiebrig

So lieben ihn die Hertha-Fans: Peter Niemeyer kompromisslos im Zweikampf, wie hier gegen Juves Quagliarella.
So lieben ihn die Hertha-Fans: Peter Niemeyer kompromisslos im Zweikampf, wie hier gegen Juves Quagliarella.
Foto: City-Press
Berlin –  

Aufstieg. Das ist das Einzige, was für Peter Niemeyer (28) zählt. Der sofortige Wiederaufstieg von Hertha in die Bundesliga. Eitelkeiten, Ego-Shows und alles was sonst ablenkt, blendet der Abräumer im Mittelfeld aus. Er kämpft für den Teamgeist, um wieder dorthin zu kommen, wo Bayern und Dortmund spielen.

„Für mich ist das nicht einfach das Gleiche wie vor zwei Jahren. Ich habe mich bewusst für die Zweite Liga entschieden, packe das hier bei Hertha an und haue mich voll rein“, sagt Peter Niemeyer selbstbewusst. Ein Typ, der zu hundert Prozent hinter dem steht, was er sagt.

Dazu musste er aber vorher die schlechten Erfahrungen des Abstiegs verdauen. „Das ist Geschichte“, sagt der blonde Mittelfeldspieler knapp. Klar, er will nach vorne schauen, Ziele erreichen und sich nicht mehr mit Ereignissen befassen, die er leider nicht mehr ändern kann. Etwas Gutes hat Peter Niemeyer aber doch gefunden: „Ich habe gemerkt, was für eine tolle Freundin und Familie ich habe. Sie haben mich in der schweren Zeit sehr stark unterstützt.“

Und noch etwas nimmt der 28-Jährige aus seinen zwei Jahren bei Hertha mit, in denen er Aufstieg und Abstieg miterlebt hat. Der Teamgeist ist wichtig: „Wir müssen als Mannschaft funktionieren. Es ist viel schwieriger aus der Zweiten Liga wieder aufzusteigen, als in der Bundesliga zu bleiben. Das geht nur mit unglaublichen Teamgeist.“

Die Mannschaft steht für Peter Niemeyer an erster Stelle. Niemand ist größer und keiner zählt mehr als das Team. „Das sehe ich als meine Aufgabe an. Dafür zu sorgen, dass wir als Gemeinschaft funktionieren“, sagt der Mittelfeldabräumer bestimmt. Und er fügt an: „Das mache ich mit oder ohne Kapitänsbinde.“

Natürlich würde sich der 28-Jährige über das Kapitänsamt freuen, doch er benötigt es nicht, um sein Ego zu befriedigen. Morgen will Trainer Jos Luhukay endgültig die K-Frage entscheiden. Niemeyer wird so oder so immer seine Meinung sagen. Ob als Spielführer oder nicht. „Um guten Teamgeist zu haben, muss sich jeder zurücknehmen. Das gilt auch für mich. Hauptsache ich kann der Mannschaft helfen“, macht Niemeyer klar. Er ordnet sich dem großen Ziel genauso unter, wie er es von allen anderen erwartet. Und das Ziel heißt einfach: Aufstieg in die Bundesliga mit Hertha BSC. Doch Niemeyer wäre ein würdiger Kapitän.

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