Aua, das war ein ganz böser Tritt in die Magengrube. Diese zweite Heimpleite tut so richtig gemein weh. Hertha BSC verliert 1:2 (1:1) gegen Borussia Mönchengladbach, gegen Ex-Trainer Lucien Favre. Das ist schon fies genug. Doch noch schmerzhafter: Diese Niederlage ist so überflüssig. Stark angefangen, aber dann setzte die gReusliche Lulu-Show ein.
Die meisten Hertha-Profis flüchteten nach dem Abpfiff sofort in die Kabine. Christian Lell, Maik Franz und Lewan Kobiaschwili gingen als kleine Männer-Gruppe zu den Fans in die Ostkurve, winkten einmal schüchtern und gingen dann auch. Lell: „Das gehört sich so. Die Fans haben uns wieder fantastisch unterstützt.“ Aber die blau-weißen Anhänger wurden so schlimm enttäuscht. Es herrschte Stille.
Tor
Kraft
Note 3
Abwehr
Lell
Note 3
Abwehr
Mijatovic
Note 4
Abwehr
Franz
Note 5
Abwehr
Kobiaschwili
Note 3
Mittelfeld
Ottl
Note 4
Mittelfeld
Niemeyer
Note 4
Mittelfeld
Rukavytsya
Note 4
Mittelfeld
Raffael
Note 3
Mittelfeld
Ramos
Note 3
Angriff
Lasogga
Note 5
Tor
ter Stegen
Note 4
Abwehr
Jantschke
Note 3
Abwehr
Dante
Note 3
Abwehr
Stranzl
Note 4
Abwehr
Daems
Note 3
Mittelfeld
Nordtveit
Note 3
Mittelfeld
Neustädter
Note 3
Mittelfeld
Herrmann
Note 3
Angriff
Reus
Note 1
Mittelfeld
Arango
Note 3
Angriff
Hanke
Note 4
Trainer Markus Babbel: „Kompliment an meine Mannschaft. Das war ein ganz anderer Auftritt als gegen Mainz. Sie haben alles gegeben, alles probiert und mit etwas mehr Kraft hinten raus hätten wir auch einen Punkt mitnehmen können.“
Peter Niemeyer: „Wir haben gut angefangen, Druck entwickelt. Aber es war klar, dass wir dieses Tempo nicht über 90 Minuten gehen können. Am Ende hat individuelle Klasse die Partie entschieden. Es war uns nicht möglich, Reus das ganze Spiel über kalt zu stellen.“
Andreas Ottl: „Gladbach macht aus dem ersten Schusse ein Tor. Das hat uns aus dem Rhythmus gebracht. Wir waren kurz vor Schluss leider nicht zielstrebig genug. Ein Remis wäre verdient gewesen.“
Andre Mijatovic: „Wir haben zu viele Fehlpässe gespielt und damit den Faden verloren. Beim 1:2 sah ich echt doof aus, aber ich hatte auch das Gefühl, dass hinter mir noch ein Mitspieler stand. Uns fehlt nicht die Qualität, uns fehlt es an Konstanz.“
Christian Lell: „Gladbach war einfach cleverer. Wir dürfen nach der 1:0-Führung nicht solche Gegentore kassieren. Aber auf der anderen Seite: Wenn Adrian kurz vor Schluss noch das Tor macht, reden wir jetzt nicht über die verlorenen Punkte.“
Während am Marathon im Gästeblock Party-Stimmung war und Gladbachs Fans zehn Minuten sangen: „Lucien Favre! Wir wollen den Trainer sehen!“ Der Schweizer geht als großer Sieger vom Platz. Und Hertha vergeigte wieder mal ein Heimspiel.
Lell konnte es nicht fassen: „Das ist einfach nur ärgerlich. Wir haben so gut angefangen und uns dann den Schneid abkaufen lassen. Wir dürfen uns einfach nicht so hängen lassen.“
Mit vollem Tempo begann Hertha gegen die Borussia. Nach einem Zuckerpass von Raffael zielt Adrian Ramos durch die Beine des Gladbacher Keepers Marc-Andre ter Stegen ins lange linke Toreck zum 1:0 (18.). Ein Traumtor, ein Traumstart!
„Da muss doch mehr gehen“, denken alle im Olympiastadion. Ramos hat drei Minuten später die Chance zum 2:0, aber wird von Martin Stranzl in letzter Sekunde abgeblockt. Favre: „Bei einem zweiten Gegentreffer wären wir tot gewesen.“
Doch dann brachen die Blau-Weißen ihr Offensiv-Spiel einfach ab. Das Elend nahm seinen Lauf. Gladbachs Reus lief an Maik Franz wie an einer Slalomstange vorbei und traf zum 1:1 (33.). Unglücksrabe Franz: „Das ging so schnell, ich muss mir das noch mal im Fernsehen anschauen. Reus ist hinter meinem Rücken vorbeigelaufen.“
Die Unaufmerksamkeit erhöhte sich dann in der zweiten Halbzeit. Kapitän Andre Mijatovic: „Wir haben in der Pause gesprochen, aber wir konnten davon fast nichts umsetzen auf dem Platz.“ Lulus Profis machten das Spiel und Herthas Spieler die Fehler …
Mijatovic unterlief eine hohe Flanke. Gladbachs Juan Arango schoss, Torwart Kraft konnte den Ball abwehren. Doch Reus stand alleine im Strafraum und traf volley zum 2:1 (55.).
Hertha war für eine Viertelstunde geschockt. Dann probierten die Babbel-Jungs alles, doch noch den Ausgleich zu schaffen. Aber Raffaels Lattenkracher (72.) war einfach zu wenig. Mijatovic bittere Erkenntnis: „Wir haben verdient verloren.“ Und dieses Gefühl ist immer besonders fies.

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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||