Der Wechsel von Hertha-Star Raffael (27) zu Dynamo Kiew kann jeden Augenblick vollzogen werden. Der ganze Verein steht unter Strom, wartet auf den Königstransfer, der acht Millionen Euro in die klamme blau-weiße Kasse spülen soll. Denn die Klubs sind sich bereits einig.
Bei strahlendem Sonnenschein im Trainingslager im österreichischen Stegersbach zeigen sich die Klubbosse um Manager Michael Preetz und Präsident Werner Gegenbauer nach außen ganz ruhig. Sie verpassen keine Trainingseinheit. Doch der Eindruck täuscht. Im Hintergrund arbeitet der gesamte Klub fieberhaft am wichtigsten Transfer in der Vereinsgeschichte.
Welchen Aufwand Hertha betreibt, wird daran deutlich, dass Finanz-Chef Ingo Schiller auf der Geschäftsstelle auf dem Olympiagelände in Berlin den sogenannten „Stalldienst“ versieht. Er hält ständig Kontakt zu den Bossen in Österreich.
Fakt ist, dass der ukrainische Rekordmeister und Hertha sich einig sind. Nur unterschrieben ist nichts. Noch nicht! Bürokratische Hürden auf Kiewer Seite verzögern den zweitgrößten Transfer nach Sebastian Deisler (für 9,2 Mio. Euro zum FC Bayern). Den Druck haben aber die Ukrainer, denn morgen läuft die Meldefrist für die Champions-League-Quali ab. Und dort will Dynamo Raffa schon einsetzen.
Gut möglich, dass das größte Geschenk zu Herthas 120-jährigem Geburtstag am Mittwoch schon aus Kiew kommt.
Nur 1:1 gegen Ösi-Zweitligist TSV Hartberg: Schuld war auch ein Platzregen mit heftigem Gewitter, der in der 75. Minute für einen Spielabbruch sorgte. Hier gibt's trotzdem die besten Bilder vom Test-Kick.
Foto: City-Press GbR

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