Sonntag, 6. November 2011
Zoff zwischen Iron-Maik und Zauberfuß Reus

Franz: Artenschutz? Bei mir nicht!

Von W. Heise/D. Rubert

Aua, das tat weh! Maik Franz grätschte Gladbachs Marco Reus an der Mittellinie um.
Aua, das tat weh! Maik Franz grätschte Gladbachs Marco Reus an der Mittellinie um.
Foto: City-Press
Berlin –  

Erst behakten sie sich mit den Füßen und danach mit dem Mund. Verteidiger Maik Franz (30) gegen Stürmer Marco Reus (22) gehen nach Herthas 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach in die Verlängerung. Es tobt ein Riesenzoff wegen einer harten Franz-Grätsche gegen Gladbachs Doppeltorschützen.

Der Jung-Nationalspieler polterte nach dem Abpfiff gegen Iron-Maik: „Es ist wirklich müßig, noch was über den Spieler zu sagen. Außerhalb des Platzes soll Franz ja ein cooler Typ sein. Aber auf dem Spielfeld schaltet er ab!“

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Gladbachs Marco Reus krümmt sich auf dem Rasen vor Schmerzen, weil Maik Franz ihn am Knöchel erwischt hat.
Gladbachs Marco Reus krümmt sich auf dem Rasen vor Schmerzen, weil Maik Franz ihn am Knöchel erwischt hat.
Foto: City-Press

Diese Worte tun Herthas Abwehrspieler richtig weh. Und alles wegen seines Fouls gegen den Zauberfuß aus Gladbach. Eine Minute nach dem 1:1 durch Reus senste Franz den Stürmer in der 34. Minute an der Mittellinie um, der musste danach drei Minuten wegen eines dicken Knöchels behandelt werden. Franz verteidigt sich: „Klar sah das grob aus, aber ich habe erst den Ball gespielt und ihn irgendwie erwischt.“

Franz hat seinen Kronzeugen für das harte Foul ausgemacht: „Der Schiri stand doch nur drei Meter daneben. Er hat den Zweikampf genau gesehen und hat mir keine Gelbe Karte gegeben. Gut, der Reus hat einen abgekriegt. Aber er steht ja nicht unter Artenschutz!“

Hertha BSC - Borussia Mönchengladbach: Die Noten

Hertha BSC

Tor

Kraft

Note 3

Am Ende konnte Reus mit Trainer Favre über seine zwei Tore und den Sieg jubeln.
Am Ende konnte Reus mit Trainer Favre über seine zwei Tore und den Sieg jubeln.
Foto: Getty Images

Der knallharte Eisenfuß fürchtet mal wieder, dass alle über ihn als unfairsten Bundesliga-Spieler herziehen. Mit diesem zweifelhaften Ruf kämpft er seit Jahren. „Nein, bitte nicht schon wieder das Thema. Das ist doch Blödsinn. Ich spiele hart, aber nicht unfair.“ Dann setzt er noch mal zur Verbalgrätsche gegen Reus an: „Er ist ein großer Fußballer. Man kann mich dafür kritisieren, was ich auf dem Platz mache, damit kann ich leben, aber so äußert man sich nicht.“

Rückendeckung bekommt Franz von Trainer Markus Babbel. „Ich war ja selbst Abwehrspieler. Für einen Verteidiger war es eine Traumszene. Maik konnte in den Zweikampf reingehen und dazwischen hauen.“

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Babbel will seinen Spieler vor gemeiner Kritik schützen. Denn er weiß, dass Reus „ein neuer Superstar“ ist, bei dem jedes Foul seiner Gegner genau angeschaut wird. Dabei muss der junge Gladbacher nach diesem glänzenden Auftritt gar nicht jammern. Zwei tolle Tore geschossen, Sieg eingefahren und alle loben ihn. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl: „Es ist fast unmöglich, ihn zu stoppen!“ Franz tat es doch, wenigstens für ein paar Minuten...

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Trainer Markus Babbel: „Kompliment an meine Mannschaft. Das war ein ganz anderer Auftritt als gegen Mainz. Sie haben alles gegeben, alles probiert und mit etwas mehr Kraft hinten raus hätten wir auch einen Punkt mitnehmen können.“

Hertha-Quiz mit Maik Franz

Die Vereinsfarben sind ...
Franz: ... blau-weiß.

Maik Franz hält durch

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1 Borussia Dortmund 80:25 81
2 Bayern München 77:22 73
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4 B. Mönchengladbach 49:24 60
5 Bayer Leverkusen 52:44 54
6 VfB Stuttgart 63:46 53
7 Hannover 96 41:45 48
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10 1. FC Nürnberg 38:49 42
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14 FC Augsburg 36:49 38
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17 1. FC Köln 39:75 30
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So muss es wieder sein: Roman Hubnik (verdeckt) erzielt Herthas 1:0 im Hinspiel der Relegation.

Das Spiel ist aus. Endstand 2:2. Hertha steigt ab.

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