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Hany Mukhtar: Herthas Kleinster kommt groß raus!


Irdning –  

Er ist mit 18 Jahren der jüngste Profi bei Hertha BSC, er ist mit 1,71 Metern auch der kleinste Spieler im blau-weißen Team. Doch Hany Mukhtar hat von allen die größte Zukunft vor sich.

Der Berliner Junge mit sudanesischen Wurzeln kann unter Trainer Jos Luhukay der Shooting-Star der Bundesliga-Saison werden. In seiner zweiten Profi-Saison will der Benjamin für seinen großen Profi-Traum richtig angreifen: „Ich gebe jeden Tag im Training Gas!“

Es ist bereits Hanys drittes Trainingslager mit den Profis, doch im Gespräch mit dem KURIER-Reporter im Nobelhotel Pichlarn in Irdning wirkt der junge Mittelfeldspieler noch immer schüchtern, fast verlegen. „Ich bin doch erst 18 Jahre alt“, wiederholt er nach jedem Satz.

Der junge Mann, der noch bei Mutter Ursula und Vater Abubakr wohnt, genießt bei Luhukay eine Sonderstellung. Herthas Trainer setzt große Stücke auf ihn, weil er die Technik, die Schnelligkeit und das gewisse Auge besitzt. Er spielt als offensiver, zentraler Mittelfeldspieler, mal defensiv als Sechser, mal auf den Flügeln. „Es ist doch gut, dass ich auf so vielen Positionen spielen darf, da lerne ich viel dazu“, sagt Mukhtar.

Er wirkt dabei nüchtern und abgeklärt. Podolski, Schweini, Götze, Özil – Nationalspieler, die auch so jung in den Profikader gerückt sind. Als er darauf angesprochen wird, sagt er für einen Teenie etwas überraschend Intelligentes: „Wenn man sich zu früh hohe Ziele setzt, wird man schneller enttäuscht.“

Vor fünf Jahren war Hany noch Balljunge im Olympiastadion. „Natürlich habe ich damals davon geträumt, auch mal auf diesem Rasen für Hertha zu spielen. Doch so einfach ist es nicht. Wegen meiner Größe musste ich mich in den Jugendmannschaften durchsetzen. Das war nicht leicht“, erklärt er.

In der B-Jugend hat er es endgültig geschafft, er wurde Kapitän, führte sein Team 2012 zur Meisterschaft. „Das hat mir sehr geholfen. Ich musste Verantwortung übernehmen und vorangehen“, blickt er zurück.

Es folgte der Sprung zu den Profis. Volle Konzentration bei den Großen, um Fuß zu fassen. Er machte ein Jahr Pause bei seinem Fach-Abi. „Im Dezember will ich weitermachen. Für das Fach-Abi brauche ich noch ein Praktikum. Das kann ich bei Hertha als Spielbeobachter machen. Aber vielleicht mache ich auch das große Abi. Meine Eltern sagen, ich soll die Ausbildung fertigmachen, damit ich etwas neben dem Fußball in den Händen habe“, erklärt er. Die Eltern legen darauf Wert. Kein Wunder, sein Vater ist Doktor der Chemie.

Doch auch der Profi-Traum soll weitergehen. Noch immer schwärmt Hany von seinen ersten drei Minuten im September 2012 beim 1:0 gegen Dresden im Olympiastadion: „Das war ein sehr schönes Gefühl. Ich bin dem Trainer dafür dankbar.“

Auf sechs Teileinsätze kam er in der Zweiten Liga. Die nächsten werden in der Bundesliga folgen – vielleicht sogar ganz große Auftritte vom kleinsten Herthaner.

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