Die Skandalnacht von Düsseldorf mit Pyro-Attacken und Platzsturm beim Relegationsspiel am 15. Mai und die harten Folgen. Nach den Spielern bekommen jetzt die Vereine wegen ihrer Chaoten-Fans vom DFB Hammer-Strafen aufgebrummt.
Aufsteiger Düsseldorf soll zum Saisonstart ein Geisterspiel austragen, 100.000 Euro zahlen. Hertha soll mit einem halben Geisterspiel bestraft, zum ersten Heimspiel sollen nur 20.000 Karten fürs Olympiastadion verkauft werden. Außerdem soll der Verein 50.000 Euro blechen. So der DFB-Kontrollausschuss.
KURIER: Herr Kobiaschwili, möchten Sie jetzt darüber reden, was in Düsseldorf passierte?
Kobiaschwili: Ja! Es war eine unheimlich schwierige Zeit für mich und meine Familie in den letzten Wochen. Was alles über mich geschrieben und gesagt wurde, musste ich über mich ergehen lassen und konnte und durfte nichts sagen, weil es ein schwebendes Verfahren war. Jetzt will ich sagen, was wirklich nach dem Abpfiff losgewesen ist.
Hertha reagierte sofort auf diese drastischen Strafen. „Wir halten diesen Antrag für vollkommen unangemessen und nicht hinnehmbar. Wir werden alles unternehmen, damit nicht Zehntausende unschuldiger Hertha-Fans für das Verhalten einiger weniger Chaoten (warfen Pyros auf den Rasen/d.Red.) bestraft werden“, so Manager Michael Preetz. Hertha wird die Strafe ablehnen und wieder vorm DFB-Gericht kämpfen. Beim Einspruch gegen die Spielwertung, weil Fortuna-Fans beim 2:2 den Platz vor dem Abpfiff stürmten, verlor Hertha. Die Strafen gegen Kobiaschwili, Mijatovic, Kraft wurden abgemildert. Und jetzt?
Nicht nur Düsseldorf und Hertha sind von der Strafwelle des DFB betroffen. Auch Zweitliga-Absteiger Karlsruhe soll ein Geisterspiel wegen Fan-Ausschreitungen austragen. Der 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt und Dynamo Dresden bekamen die selbe Strafe wie Hertha (maximal 20.000 Fans beim ersten Heimspiel). Der DFB will Härte zeigen – doch es leiden zu viele anständige Fans.

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