Welche Höhepunkte hat Hertha BSC eigentlich seinen Fans in den letzten neun Monaten geboten? Gar keine, lautet bestimmt die schnelle Antwort. Stattdessen schickte das Team seine Anhänger mit jedem Punktspiel immer tiefer in die Hölle. Doch halt! Da war doch noch etwas. Genau. Im DFB-Pokal durften die Anhänger bis ins Viertelfinale von einer viel besseren, schöneren Fußballwelt träumen. Deshalb hoffen die Fans, dass heute für Hertha im Pokal bei der Wormatia (Anstoß, 14.30 Uhr) nicht der Worms drin ist.
Die Partie Hertha-Worms im POKAL-LIVETICKER!
Jos Luhukay nimmt das Spiel sehr ernst. Der Trainer warnte seine Profis vor einer Hitzeschlacht im Glutofen der Wormser Arena: „Die Spieler müssen darauf achten, dass sie genug Flüssigkeit zu sich nehmen.“
Das klingt nach einer prima Ausrede für die Profis, falls es nicht so richtig klappen möchte mit dem gepflegten Angriffsspiel. Doch aufgepasst, liebe Herthaner! Dem KURIER liegen exklusive Infos vor, dass nicht nur die Blau-Weißen bei erwarteten 36 Grad gegen den Ball treten müssen. Auch der Viertligist wird bei der Hitze ordentlich ins Schwitzen kommen. Also vergesst die heißen Temperaturen und sorgt lieber dafür, dass ihr gar keine Ausrede hervorkramen müsst.
Luhukay verzichtet schon vorher darauf. Natürlich hat er Respekt vor dem Regionalligisten. Mehr aber nicht. „Ich erwarte bissige, engagierte und lauffreudige Wormser. Aber wir sind der Zweitligist Hertha BSC. Aber für uns ist es einfach eine Pflicht, weiterzukommen“, macht der Coach seinen Jungs ganz deutlich klar, wie es laufen muss.
Hoffentlich sagt jetzt aber kein Hertha-Profi locker: „Die hauen wir einfach weg!“ Denn für Überheblichkeit gibt es nach dem holprigen Liga-Start mit einem Punkt aus zwei Spielen keinen Grund. Aber wir dürfen das sagen: Haut sie weg und bereitet euch dann auf das Heimspiel gegen Regensburg vor!
Alles klar, liebe Hertha-Spieler? Nach dem Spiel dürft ihr euch gerne Infusionen geben lassen und zwei Stunden im Abkühlungsbecken sitzen. Aber gewinnt einfach und lasst eure Fans wieder süß vom DFB-Pokal träumen!
Regionalligist Wormatia Worms hat zwar eine Mannschaft von Nobodys, doch Trainer Ronald Borchers (55) weiß ganz genau, wie ein DFB-Pokalsieg geht. Als Mittelfeldspieler bei Eintracht Frankfurt gewann er 1981 den Pott. Nicht der einzige Erfolg, den der Coach vorweisen kann. 1980 holte er mit den Hessen sogar den Uefa-Cup.
Autsch, das geht ins Auge. Dabei hat doch ausgerechnet Peter Niemeyer (gr. Foto l.) vorher getönt. Am Ende jubelt Frankfurt.
Foto: dpa
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