Amtlich! Der KURIER meldete es bereits am Mittwoch, jetzt ist es perfekt: Änis Ben-Hatira (23) unterschrieb einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag bei Hertha. Er verzichtet auf viel Geld, dafür wird er neuer Boss im Mittelfeld. Er soll der Nachfolger von Spielmacher Raffael werden.
„Ich habe auf mein Herz gehört! Berlin ist meine Stadt und Hertha BSC ist mein Verein“, sagte der Deutsch-Tunesier, der in Berlin geboren wurde. Ja, nicht die schnelle Kohle sondern seine Treue zum Klub siegte bei den Verhandlungen. Gestern um 14.45 Uhr war es auf der Vereinsgeschäftsstelle soweit. Nach zwölf Tagen Gesprächen und Gefeilsche setzte Ben-Hatira seine Unterschrift unter den neuen Vertrag, der sich sogar automatisch bis 2016 verlängert, wenn Hertha aufsteigt.
Hintergrund des Pokers: Hertha ließ Ende Juni die Option auf Vertragsverlängerung bei Ben-Hatiras altem Kontrakt verstreichen. Weil sich der Klub das Jahresgehalt von rund 600 000 Euro nicht mehr leisten konnte. Mit dem neu aufgesetzten Vertrag bekommt der tunesische Nationalspieler nur noch die Hälfte.
Doch dafür setzt Trainer Jos Luhukay voll auf ihn: „Wenn Raffael geht, kann Änis die Position übernehmen. Er hat das kreative Potenzial, er beherrscht das Passspiel in der Offensive.“ Für weniger Geld soll Ben-Hatira mehr Boss werden.
Vergangene Saison kam er zwar auf 20 Einsätze, davon aber nur fünf über 90 Minuten. Jetzt muss er in der Zweiten Liga mehr Verantwortung übernehmen. Und das will er auch!
„Ich freue mich wahnsinnig darauf, wieder mit der Mannschaft zu trainieren“, sagte Änis und lief um 15.55 Uhr mit einem breiten Lächeln auf den Schenckendorffplatz, um seine erste Einheit unter Luhukay zu machen. Der Trainer froh: „Jetzt ist er da. Das ist unheimlich wichtig, denn in der Vorbereitung zählt jeder Tag.“ W.H./S.F.

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