Er guckt ernst, liebt sein Fach und die Patienten. Aber er weiß die unglaublichsten Geschichten zu erzählen:
Dr. Martin Anibas, Österreicher mit 25-jähriger Chefarzt-Karriere im Rheinland, Deutschlands lustigster Urologe. Der Spezialist für „untenrum“. Der Doktor, vor dem Männer sich traditionell am meisten fürchten.
Kuriose Sex-Unfälle, haarsträubende Ausreden für Geschlechtskrankheiten: „Herr Doktor, das muss ich mir auf einer schmutzigen Toilette geholt haben!“ Die Lektüre seiner launigen Klinikerlebnisse empfiehlt der 68-Jährige vorm Besuch beim Urologen. „Das nimmt einem jede Angst, denn es gibt überhaupt keinen Grund sich zu schämen – uns Urologen ist nichts Menschliches fremd.“
„Herr Doktor, das muss ich mir auf einer schmutzigen Toilette geholt haben!“ (Schwarzkopf & Schwarzkopf, 208 S., 9,95 Euro)
Gibt's nicht? Gibt's doch, erklärt Dr. Anibas einem entsetzten Opfer: „Der Penis hat zwar keinen Knochen, kann aber, in erigiertem Zustand, trotzdem brechen. Das gibt einen lauten Knall, den beide Sex-Partner hören.“ Nur zum Arzt trauen sich Betroffene oft leider nicht – was das Leiden verlängert.
Juckreiz, eitriger Ausfluss, ein Endvierziger fing sich einen Tripper. „Tut mir leid, das kann nicht sein“, sagt er dem Doktor. „Die Frau, mit der ich geschlafen habe, war eine Akademikerin!“
Pärchen im Liebesurlaub, es geht hoch her, der Penis bleibt in der Besucherritze des Hotelbetts stecken. Das gequetschte beste Stück schwillt auf Handballgröße. Eingewickelt in ein feuchtes Handtuch brettert der leidende Mann 1000 Kilometer heimwärts zum Urologen – es war ihm zu peinlich, sich vor Ort behandeln zu lassen.
„Herr Doktor, meine Eier hängen an Stacheldraht“ – so bildlich schilderte ein älterer Herr seine Schmerzen. Der Arzt: „Er hatte eine Hodenentzündung.“
Diese fixe Idee, weiß Dr. Anibas, wird genährt durch Pornos, Potenzgeprotze. „Dabei beträgt die durchschnittliche Länge des erigierten deutschen Penis 14 Zentimeter - und Länge spielt für erfüllten Sex keine Rolle.“
Urologen sind Fachärzte für die Urin bildenden bzw. ableitenden Organe (Niere, Blase, Harnröhre) sowie Spezialisten für Erkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane (Hoden, Penis, Prostata) und Potenzprobleme.
In Deutschland gibt es rund 6000 Urologen, davon 500 Frauen.

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