Parkinson ist eine heimtückische Krankheit. Unbemerkt schleicht sie sich in den Körper. Stück für Stück lähmt sie die Bewegungsfähigkeit. Selbst das Gesicht verkommt zu einer Maske. Nun hat ein internationales Forscher-Team endlich einen Auslöser für Parkinson entdeckt: das Lösungsmittel Trichlorethylen.
Schon durch viele kleinere Studien und Tierversuche hatten Wissenschaftler das Lösungsmittel im Verdacht gehabt. Doch erst jetzt konnte die schlimme Vermutung durch eine breit angelegte Zwillings-Studie bewiesen werden. Zwillinge mit häufigem Kontakt zum Lösungsmittel Trichlorethylen litten unglaubliche sechs Mal häufiger an Parkinson als ihre Geschwister.
Besonders gefährdet sind vor allem Menschen, die als Elektriker, Mechaniker oder Industriearbeiter gearbeitet haben. Aber auch Kunstmaler, Medizinlaboranten oder Angestellte in chemischen Reinigungen waren betroffen.
Trichlorethylen ist besonders gefährlich, weil es leicht ins menschliche Gewebe eindringt. Dann zerstört es im Gehirn genau die Zellen, deren Verlust Parkinson auslöst. Besonders gemein: Die zerstörerische Wirkung des Lösungsmittels zeigt sich erst nach zehn bis vierzig Jahren. „Das könnte uns ein entscheidendes Zeitfenster liefern, um den Fortschritt der Krankheit zu bremsen“, hofft Samuel Goldman vom Parkinson Institut in San Francisco.
Für die Studie wurden 99 Zwillingspaare untersucht. Trichlorethylen wird zwar mittlerweile nur noch unter Auflagen eingesetzt, ist aber immer noch einer der häufigsten Schadstoffe im Grundwasser.

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