Wirre SMS-Nachrichten sind nicht immer ein Zeichen dafür, dass der Absender betrunken ist oder das Textkorrektur-Programm ein Eigenleben entwickelt hat. Laut einer Studie im Fachjournal „Archives of Neurology“ kann „Lega-sms-tenie“ Warnsignal für einen Schlaganfall sein. Dieses erkannte der Ehemann einer Schwangeren in Boston, der mit einem Notruf seiner Frau das Leben rettete.
Das persönliche Risiko lässt sich durch einen gesunden Lebensstil, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und die Behandlung von Grunderkrankungen wie etwa Diabetes senken. Welche Risikofaktoren die Anfälligkeit für einen Schlaganfall erhöhen, lesen Sie in der Bilderstrecke.
Foto: dpaDer Mann hatte die 25-Jährige per SMS gefragt, wann sie den nächsten Termin beim Arzt hätte. Als Antwort kam: „Jeder wo sachen tage nachten.“ Der irritierten Nachfrage „Was war das?“ folgten die Worte „Einige ist wo.“
Der Ehemann bekam es mit der Angst zu tun und rief den 911-Notruf: „Mit meiner Frau stimmt was nicht. Sie schreibt wirre Dinge, die Auto-Korrektur im iPhone ist ausgeschaltet.“
Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe bietet einen Online-Test zur Bestimmung des persönlichen Schlaganfall-Risikos an: www.schlaganfall-test.de
Unter 01805 – 093 093 stehen Experten der Schlaganfall-Hilfe zur Beratung zur Verfügung.
In der Notaufnahme stellten die Ärzte fest, dass die Schwangere Probleme hatte, ihren rechten Arm und ihr rechtes Bein zu bewegen, desorientiert war. Der Gehirn-Scan ergab, dass sie mehrere kleine Schlaganfälle erlitten hatte. Die Blutzufuhr zum Gehirn war stark beeinträchtigt – es bestand akute Lebensgefahr. Dr. Joshua Klein von der Harvard Uniklinik: „Wir haben ihr Blutverdünner gespritzt und die Symptome sind verschwunden. Ansonsten hätte es fatal enden können.“
Klein fand mit zwei Kollegen weitere Fälle, in denen Verwandte und Freunde von Schlaganfall-Opfern vorher wirre SMS-Nachrichten oder Emails erhalten hatten. „Da immer mehr Menschen auf digitale Weise kommunizieren, ist das eine echte Chance zur Früherkennung. Leider müssen wir wegen Fehlern beim Texterkennungs-Programm damit rechen, dass es oft blinden Alarm geben wird.“
10. Geschlechtskrankheit
19 Prozent fürchten sich vor einer Geschlechtskrankheit, etwa vor Aids.
Foto: dpa
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