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Gesundheitslexikon: Ohrenschmerzen


In der Regel empfiehlt es sich, mit Ohrenschmerzen möglichst schnell einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufzusuchen.
In der Regel empfiehlt es sich, mit Ohrenschmerzen möglichst schnell einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufzusuchen.
Foto: dpa

Ohrenschmerzen im äußeren Ohr entstehen beispielsweise, wenn der Gehörgang zuschwillt und die Schwellung auf den Gehörgangsknochen drückt. Bildet sich im Mittelohr aufgrund einer Entzündung Eiter, der nicht abfließen kann, entsteht ein großer Druck, der ebenfalls Ohrenschmerzen verursacht.

Ohrenschmerzen können plötzlich und stark auftreten, stechend, drückend, einseitig oder beidseitig sein oder nur beim Kauen auftreten. Häufig werden Ohrenschmerzen von anderen Symptomen wie einer Hörminderung, einem Fremdkörpergefühl, Schwindel oder Ohrgeräuschen begleitet. In manchen Fällen kann Blut oder Flüssigkeit aus dem Ohr austreten.

Ohrenschmerzen sind meist starke Schmerzen, die auch nachts nicht geringer werden. Da häufig Schmerzmittel nicht gegen Ohrenschmerzen helfen, sollte zügig ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden.

Was sind die Ursachen?

Für Ohrenschmerzen können die Ursachen sehr unterschiedlich sein. Sehr häufig treten sie aufgrund einer Entzündung des äußeren Gehörgangs (Otitis externa) oder des Mittelohrs (Otitis media) auf. Eine Mittelohrentzündung ist meist Folge einer Erkältung. Dabei breiten sich Bakterien von der Nasen- oder Rachenschleimhaut bis in das Mittelohr aus. Vor allem Kinder zwischen drei und acht Jahren sind davon betroffen.

Die Otitis externa ist eine Infektion der Gehörgangshaut mit Bakterien oder Pilzen, die häufig aufgrund einer übertriebenen Ohrhygiene oder Verletzungen durch Wattestäbchen entsteht. Sie ist bei Erwachsenen die häufigste Ursache für Ohrenschmerzen. Häufig entsteht diese Infektion auch durch eindringendes Badewasser, vor allem im Sommer.

Weitere Ursachen für Ohrenschmerzen können sein:

  • Entzündung oder Verschluss der Ohrtrompete
  • Infektionen der Ohrmuschel
  • Erkrankungen der Zähne oder des Kiefergelenks
  • Gehörgangsverschluss durch Fremdkörper oder Ohrenschmalz
  • Erfrieren der Ohrmuschel (z.B. beim Skifahren)
  • Entzündung der Ohrspeicheldrüse (z.B. bei Mumps)
  • Verletzungen des Trommelfells
  • Gaumenmandelentzündung (Tonsillitis)
  • Wundrose (Erysipel)
  • Gürtelrose (Herpes zoster)
  • Allergien
  • Krebserkrankungen, wie zum Beispiel Kehlkopfkrebs
  • Trigeminusneuralgie

Außerdem können Ohrenschmerzen bei Veränderungen des Luftdrucks auftreten, zum Beispiel beim Fliegen, Tauchen oder Autofahrten mit großem Höhenunterschied. Große Luftdruckveränderungen entstehen auch bei einem Schlag auf das Ohr oder einer Explosion.

Erfahren Sie mehr zu den Ursachen, zur Diagnose und den Therapiemöglichkeiten von Ohrenschmerzen.

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Quelle: Onmeda

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