Hitzewallungen sind anfallsweise auf- oder absteigende Wärmewellen („hot flash“), die vom Hals, Kopf oder von der Brust ausgehen. Gleichzeitig tritt ein wellenförmiges Erröten („flush“) auf und die Herzfrequenz erhöht sich.
Erstes Anzeichen einer nahenden Hitzewallung ist häufig ein Druckgefühl im Kopf und ein leichtes Unbehagen. Nach der Hitzewallung, die im Durchschnitt zwei bis drei Minuten dauern kann, folgt unmittelbar ein Schweißausbruch in den betroffenen Körperregionen. Hitzewallungen und Schweißausbrüche gehören zur Gruppe der vasomotorischen Symptome. Darunter versteht man Symptome, die mit einer Verengung oder Erweiterung der Blutgefäße zusammenhängen.
Hitzewallungen entstehen, wenn sich die direkt unter der Haut liegenden Blutgefäße plötzlich weiten und so eine größere Menge warmes Blut aus dem Körperinneren durch die Haut fließt. Nach der Hitzewallung ist daher oft auch ein leichtes Frösteln zu spüren, welches durch die Verdunstungskälte entsteht.
Frauen im Alter von 45 bis 70 Jahren, die sich in den Wechseljahren (Klimakterium) befinden, sind häufig von Hitzewallungen betroffen. Diese treten meist im Übergang von Prämenopause zu Postmenopause auf. Mehr als 80 Prozent aller Frauen leiden während der Wechseljahre unter Hitzewallungen, die bis zu 30-mal am Tag auftreten können. Ihren Höhepunkt erreichen sie etwa ein Jahr nach der Menopause.
Die Beschwerden während der Wechseljahre sind sehr individuell – nicht jede Frau ist in dieser Zeit gleichermaßen von Hitzewallungen betroffen. Auch in ihrer Intensität und Dauer sind Hitzewallungen unterschiedlich. Sie können zu jeder Tageszeit auftreten und somit auch nachts den Schlaf stören. In der Regel verschwinden die Hitzewallungen jedoch mit Abschluss der Hormonumstellung.
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