Wenn die Symptome auftauchen ist es zu spät, denn Alzheimer ist bis heute nicht heilbar. Allenfalls das Fortschreiten lässt sich verlangsamen. Je eher Alzheimer erkannt wird, umso besser. Forscher haben nun herausgefunden, dass sich die Hirnkrankheit schon früh in der Nase nachweisen lässt
Hoffnung auf die Früherkennung der häufigsten Form von Demenz macht eine neue Methode, die Wissenschaftler der Universität Darmstadt entwickelt haben. Die Forscher haben herausgefunden, wie Alzheimer schon Jahre vor dem Auftreten der ersten Symptome festgestellt werden kann. Nachweisen konnten sie Alzheimer in der Nasenschleimhaut.
Jeder Mensch ist anders, deshalb werden auch keine zwei Menschen genau die gleichen Symptome haben. Dennoch gibt es typische Anzeichen, die auf Demenz hindeuten, oder auf Alzheimer, die häufigste Form der Demenz.
1. Vergesslichkeit
Besonders ein abnehmendes Kurzzeitgedächtnis gehört zu den häufigsten Symptomen von Alzheimer-Demenz. Betroffene vergessen Dinge und können sich auch später nicht mehr erinnern. Ist es normal, den Namen des Nachbarn vergessen zu haben, mit dem man nachmittags geplaudert hat, vergessen Alzheimer-Patienten nicht nur den Namen. Sie wissen nicht mehr, dass die Begegnung überhaupt stattgefunden hat.
Foto: dpaBestimmte Eiweiß-Ablagerungen in der Nasenschleimhaut machen das möglich. Gleichzeitig können die Forscher das Stadium der Krankheit bestimmen, da die Veränderungen in der Nase mit den für Alzheimer typischen Ablagerungen im Gehirn zusammenhängen.
Nasenuntersuchung ist einfacher
Chemiker der Technischen Universität und Pathologen der Darmstädter Klink haben die Methode gemeinsam entwickelt und an Gewebe getestet. Nun sollen Studien mit Patienten folgen. „Bisher war lediglich bekannt, dass sich die schädlichen Ablagerungen nicht nur in Hirnzellen, sondern auch in den Nervenzellen der Augen zeigen“, erklärte Professor Boris Schmidt vom Institut für Organische Chemie und Biochemie der Universität. Daher wurde die Diagnose Alzheimer bislang vor allem nach einem Netzhaut-Scan getroffen. Doch eine Nasenuntersuchung sei für den Patienten einfacher.
So könnte etwa für eine Vorsorgeuntersuchung die Farbsubstanz zum Aufspüren der sogenannten Tau-Proteine in Tablettenform oder per Nasenspray verwendet werden. Mit einem Licht-Endoskop könnten Ärzte dann nach den verfärbten Ablagerungen suchen.

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