Donnerstag, 5. Januar 2012
Heuschnupfen-Alarm
Milder Winter: Die ersten Pollen fliegen schon
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Hatschi und schnief: Wem jetzt die Nase läuft oder die Augen tränen, der hat vielleicht keine Erkältung sondern Heuschnupfen. Denn die ersten Haselnusspollen sind schon unterwegs. Sechs Wochen früher als gewöhnlich machen sie Pollenallergikern zu schaffen.
Schon Ende Dezember seien an mehreren Orten in Deutschland erste Pollen gesichtet worden. Dass die Allergene so früh fliegen, hängt mit dem ungewöhnlich warmen Winter zusammen.
Auch Erle und Birke blühen früher
„Die Pollen fliegen schon wieder. Für Allergiker ist das der Beginn einer langen Leidenskette", bestätigt auch der Meteorologe Günther Hamm vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Den Pollenflug könnte nur ein plötzlicher Kälteeinbruch stoppen, doch der sei in den nächsten Tagen nicht zu erwarten.
Pollenallergie: Die wichtigsten Fragen
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Pollenallergie: Die wichtigsten Fragen
2. Welche Beschwerden sind typisch?
Die Betroffenen leiden während der Blütezeit der Gewächse etwa unter tränenden und juckenden Augen, diese können ebenfalls gerötet und oder geschwollen sein. Auch die Nase juckt, brennt und läuft oder ist verstopft. Der Betroffene muss häufig niesen. Viele entwickeln darüber hinaus ein allergisches Asthma bronchiale mit Beschwerden wie Atemnot.
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3. Wie erkennt man Heuschnupfen?
Durch einen Allergietest können die Auslöser für die Pollenallergie ermittelt werden. Für den Test werden Pollenextrakte auf die Haut aufgetragen und diese wird leicht eingeritzt. Bei einer Allergie röten sich diese Stellen und schwellen an. Ein Bluttest auf Antikörper gegen die Allergene kann den Test bestätigen. Zusätzlich gibt es einen sogenannten Provokationstest, bei dem die jeweiligen Pollen auf die Nasenschleimhaut gesprüht werden, um Symptome zu provozieren.
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4. Gibt es eine Heuschnupfen-Therapie?
Mit der Methode der Hyposensibilisierung wird dem Allergiker das jeweilige Pollenallergen in immer höheren Dosen verabreicht. Das Ziel dieser Immuntherapie ist es, den Patienten unempfindlich gegen die Pollen zu machen. Die Therapie sollte ein auf diesem Gebiet erfahrener Arzt durchführen. Die Therapie dauert drei Jahre und wird in der pollenfreien Zeit im Herbst begonnen.
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5. Welche Medikamente helfen gegen die Allergie?
Um die Heuschnupfensymptome zu lindern oder zu vermeiden, werden vor allem Antihistaminika oder Asthma-Medikamente eingesetzt. Es kann etwas dauern, gemeinsam mit dem Arzt die richtige Dosis und Kombination herauszufinden.
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6. Pollen- und Lebensmittelallergie
Etwa die Hälfte aller Pollen-Allergiker reagiert auch auf Lebensmittel die mit den Blütensamen verwandt sind. Dazu gehören Nüsse, Obstsorten wie Äpfel, Birnen und Pflaumen, aber auch Gemüse und Getreide. Die Allergieform wird deshalb als Kreuzallergie bezeichnet. Typische Symptome nach dem Verzehr sind Kribbeln und Juckreiz sowie Schwellungen der Schleimhäute in Mund und Rachen.
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7. Was kann ich gegen die Pollenallergie tun?
Die sicherste Methode, möglichst wenig unter den Pollen zu leiden, ist es, diese zu meiden. Das ist gar nicht so einfach, denn die Pollen fliegen viele Kilometer weit. Über die tagesaktuelle Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes kann man sich darüber informieren, wie stark welche Pollen unterwegs sind. Gehen Sie, wenn die Konzentration der Pollen besonders hoch ist, möglichst wenig ins Freie.
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8. Wann ist die Pollen-Konzentration niedriger?
Nach einem Regen oder bei Windstille fliegen weniger Pollen. In ländlichen Gebieten ist die Konzentration morgens höher in der Stadt in den Abendstunden.
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9. Was muss ich im Haus beachten?
Achten Sie auch beim Lüften auf die Pollenkonzentration. Lüften Sie auf dem Land vor allem abends, wenn Sie in der Stadt wohnen, am Morgen. Tagsüber sollte das Fenster so weit es geht geschlossen bleiben. Legen Sie getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer ab und waschen Sie sich oder dem betroffenen Kind abends die Haare. Spezielle Pollenschutzgitter an den Fenstern halten die Wohnungsluft weitgehend rein.
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10. Kann ich den Pollen auch ganz entkommen?
Zumindest vorübergehend. Planen Sie Ihren Urlaub nach Möglichkeit in der Hauptsaison Ihrer Pollenallergie und reisen Sie in eine Region ohne Ihren Blütenstaubfeind. Auf Inseln, an Küsten und im Hochgebirge ist die Luft besonders pollenarm.
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1. Was ist eine Pollenallergie (Heuschnupfen)?
Mindestens 15 Prozent der Deutschen leiden unter einer Pollenallergie, die den meisten unter dem Begriff Heuschnupfen geläufig ist. Ausgelöst wird der allergische Schnupfen durch den Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, aber auch Gräsern, Getreide und Kräutern, wenn die Schleimhäute mit den Pollen in Berührung kommen
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Bundesweit hat der Deutsche Wetterdienst bereits seine 45 Pollenmessfallen wieder aktiviert. Normalerweise sind im Winter nur zehn Messfallen in Betrieb. Allergiker werden in diesen Tagen vor allem von Haselnuss-Pollen geärgert, denn Hasel-Pflanzen zählen zu den Frühblühern.
Saison kann bis Anfang Oktober dauern
Bei kälteren Wintern würden sie ihre Blüte erst Mitte Februar entwickeln, sagte Hamm. Auch die Erle und die Birke dürften früher als sonst mit dem Pollenflug beginnen. Nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) kann die Hauptsaison der Gräser bis Anfang Oktober dauern.
„Vergangenes Jahr gab es zu dieser Zeit noch überhaupt keinen Pollenflug. Die letzten drei Winter waren vergleichsweise sehr kalt“, sagte Meteorologe Hamm.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Symptomen von Heuschnupfen und zum Umgang mit einer Pollenallergie lesen Sie in der Bilderstrecke oben.
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