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Donnerstag, 15. Dezember 2011

Älter, dick, Raucher: Sind Sie auch ein typischer Schnarcher?


Das gewöhnliche Schnarchen bringt die Partnerin um den Schlaf, für den Schnarcher ist es ungefährlich.
Das gewöhnliche Schnarchen bringt die Partnerin um den Schlaf, für den Schnarcher ist es ungefährlich.
Foto: dpa

Die Partnerin könnte jede Nacht an die Decke gehen. Doch für den gewöhnlichen Schnarcher (es sind fast immer Männer) ist das Gesäge in der Regel nicht gefährlich. Und: Er kann selber etwas dagegen tun. Wie man das Schnarchen reduziert, wird vielen aber eher nicht gefallen.

Das Schnarchen (Rhonchopathie) im Schlaf ist ein weit verbreitetes Phänomen, das in der Regel besonders die Nachtruhe des Bettpartners belastet. Die Angaben darüber, wie viele Menschen schnarchen, gehen recht weit auseinander. Unstrittig ist dagegen der Zusammenhang zwischen Alter, Geschlecht und Schnarchen. Am häufigsten schnarchen Männer im mittleren bis hohen Lebensalter, hier schwanken die Angaben zwischen 20 und 46 Prozent. Unter den Frauen in der gleichen Altersspanne sind 8 bis 25 Prozent betroffen.

Schnarchen ist auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen: Der Großteil der Schnarcher weist das sogenannte primäre Schnarchen auf, das entsteht, wenn im Schlaf die Gaumenmuskeln entspannen und das Gaumensegel im Atemluftstrom hin- und her flattert. Trotz der Geräusche, die er produziert, empfindet der Schnarcher seinen Schlaf als erholsam. Aus medizinischer Sicht ist diese Form deshalb auch unbedenklich für die Gesundheit und muss in der Regel nicht behandelt werden.  

Vielzahl technischer Hilfsmittel

Der Betroffene selbst hat großen Einfluss auf sein Schnarchen. Um das Schnarchen zu verhindern, können eine Gewichtsreduktion, Verzicht auf Rauchen und eine Einschränkung des Alkoholkonsums helfen. Darüber hinaus können Schnarcher heute auf eine Vielzahl technischer Hilfsmittel und operativer Eingriffe zurückgreifen, um die Ursachen zu bekämpfen. Wenige dieser Maßnahmen jedoch bekämpfen das Schnarchen vollständig.

Schnarchen kann aber auch in Zusammenhang mit Atemstörungen wie der Schlafapnoe beziehungsweise dem obstruktiven Schlafapnoesyndrom (OSAS) stehen. Dabei ist es häufig besonders laut und unregelmäßig. Der Betroffene empfindet den Schlaf als nicht erholsam und klagt am Tag über Müdigkeit.

Beim obstruktiven Schlafapnoesyndrom, das etwa 90 Prozent aller Schlafapnoe-Fälle ausmacht, werden durch Erschlaffung der Schlundmuskulatur im Schlaf die Atemwege verlegt. Dadurch kommt es zu einem Sauerstoffmangel und einem Kohlendioxidanstieg mit deutlich verlangsamter Pulsfrequenz. Dies führt in der Lunge zu Gefäßverengungen. Es besteht die Gefahr einer Rechtsherzvergrößerung und einer Rechtsherzschwäche.

Die wichtigsten Informationen über das Schnarchen, über Ursachen, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten haben wir in der Bilderstrecke zusammengestellt.

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