Gesund & Fit
Neuigkeiten , Trends und Informationen rund um das Thema Sport, Fitness und Gesundheit

Mittwoch, 2. Januar 2013

Zuhause trainieren: Mit Hantel-Übungen zum sexy Body


Foto: dpa

Sport, Sport und nochmal Sport! Viele von uns haben sich einen sexy Body zum Vorsatz für 2013 gemacht. Wer zuhause trainieren will, ist mit Hanteln gut bedient. Bei der Auswahl und bei den Übungen gibt es aber einiges zu beachten.

In der Fernsehwerbung sieht es kinderleicht aus. Doch Hanteltraining ist weit anspruchsvoller, als mancher denkt. Denn anders als beim Gerätetraining bewegt der Sportler die Gewichte frei, sein Körper hat keine Stütze. Die Sportwissenschaftlerin Beate Helbig gibt ein Beispiel: Wenn man die Brustmuskulatur an einem Butterfly-Gerät trainiere, werde der Oberkörper durch die Rückenlehne stabilisiert und die Trainingsbewegung durch das Gerät sicher geführt. „Damit ist die Körperhaltung während der Übung relativ stabil“, sagt die Expertin von der Techniker Krankenkasse in Hamburg. „Beim Hanteltraining fehlt dieser Halt.“

Für die Trainingsintensität ist das Gewicht maßgeblich - wer viele Wiederholungen und viele Sätze hintereinander schafft, sollte zu schwereren Hanteln greifen.
Für die Trainingsintensität ist das Gewicht maßgeblich - wer viele Wiederholungen und viele Sätze hintereinander schafft, sollte zu schwereren Hanteln greifen.
Foto: dpa

Folgende acht Ratschläge sollte man daher beim Trainieren mit Hanteln unbedingt beachten:

1. Rumpf stabil halten

Man hat die Gewichte in den Händen und muss während der Übungen den übrigen Körper, vor allem den Rumpf, zusätzlich selbst stabil halten. Gelingt das nicht, dann werden die Gelenke leicht überlastet oder gar geschädigt. Eine stabile Haltung erfordert ein gutes Körpergefühl und ein ausgeprägtes Koordinationsvermögen. Beides lässt sich lernen und üben, am besten unter qualifizierter Anleitung. Kurse in Sportvereinen oder Einzelstunden bei einem Physiotherapeuten, Sportlehrer oder Personal Trainer bieten sie. „Wichtig ist, dass ein Fachmann die Bewegungen kontrolliert und korrigiert“, sagt Helbig. So lassen sich falsche Haltungen oder Bewegungen vermeiden.

2. Mit den richtigen Hanteln trainieren

Im Verein oder Fitnessstudio kann man zudem meist eine Reihe unterschiedlicher Hanteln testen. Für den Hausgebrauch bieten sich Kurzhanteln, Aerobic-Hanteln mit Handschlaufen oder Gewichtsmanschetten an. Sie brauchen wenig Lagerplatz und lassen sich vielfältig einsetzen. „Sie sind jedoch unter Koordinationsaspekten anspruchsvoll: Man hat in jeder Hand eine Hantel und muss alle Bewegungen sehr exakt abgestimmt ausführen“, erklärt Theo Stemper, Sportwissenschaftler an der Bergischen Universität Wuppertal. Mit Langhanteln - also einer langen Stange, die an beiden Enden mit Gewichten bestückt ist - sei die Stabilisation einfacher.

3. Auf Verarbeitung der Griffe achten

Sowohl bei Leihhanteln als auch beim Kauf eigener Geräte gilt: „Die Hand muss den Griff fest umschließen. Der darf nicht rutschig sein, auch wenn die Hände ein bisschen feucht werden“, sagt Helbig. Hilfreich sind Riffelungen oder Perforierungen. Stemper weist auf Sicherheitsaspekte hin: Das Gerät sollte über ein anerkanntes Prüfzeichen verfügen. Das Verschlusssystem der Gewichte muss sich einfach lösen und feststellen lassen. Weder an den Griffen noch an der Stange dürfen unsauber verarbeitete Stellen oder Ränder erkennbar sein.

4. Ummantelte Gewichte benutzen

Für die Trainingsintensität ist das Gewicht maßgeblich. Wer es je nach Übung, Tagesverfassung oder Trainingsfortschritt verändern möchte, ist mit einer oder zwei Hantelstangen und variabel aufsteckbaren Scheibensätzen gut bedient. Gewichtsscheiben sind in Eisen oder auch mit Gummiummantelung zu bekommen. Dieter Welsink vom Deutschen Verband für Physiotherapie empfiehlt, aus praktischen Gründen auf Gummiummantelungen zu setzen: „Sie schonen den Boden und verursachen beim Training eine geringere Lärmentwicklung.“

5. Langsam dem Idealgewicht nähern

Dann gilt es, sich langsam an das individuell angemessene Gewicht heranzutasten. „Es gibt keine Faustregel nach dem Motto „x Kilo sind ein gutes Anfangsgewicht bei einem Oberarmdurchmesser von y Zentimeter““, sagt Helbig. Sie rät, mit einem geringen Gewicht anzufangen und zunächst die Bewegungsabläufe zu trainieren, bis man sie sicher beherrscht. Auch wenn es den eigenen Ehrgeiz nicht auf Anhieb befriedigt: „Im Einzelfall reicht dann eben auch eine Hantel mit einem halben oder sogar nur einem Viertel Kilogramm-Gewicht“, sagt Welsink, der auch Lehrbeauftragter an der Sporthochschule Köln ist.

6. Umgebung muss sicher sein

Ob man im Wohnzimmer, im Schlafraum oder im Keller trainiert, ist egal – Hauptsache, die Umgebung ist sicher. Eine Matte auf dem Fußboden sorgt für sicheren Stand und federt im Notfall eine herunterfallende Hantel oder eine Gewichtsscheibe ab. „Außerdem sollte kein Durchgangsverkehr herrschen“, sagt der Physiotherapeut. „Kleine Kinder haben in der Nähe von Hanteln nichts zu suchen.“ In Hantel- und Scheibenständern sind die Geräte sicher aufbewahrt.

7. Festen Trainingsplan einhalten

Ein einfacher Trainingsplan kann laut Sportmediziner Stemper so aussehen: Angefangen wird mit einem Aufwärmsatz – zehnmal dieselbe Übung. Dieser Satz wird jeweils nach einer Erholungspause wiederholt, beispielsweise dreimal. Nach und nach wird sowohl die Zahl der Sätze als auch die Zahl der Wiederholungen in den Sätzen gesteigert. Schafft man 5 Sätze mit 20 Wiederholungen, kommt das nächsthöhere Gewicht an die Reihe, nach demselben Schema wie vorher.

8. Übungen langsam und kontrolliert ausführen

Die Bewegungen müssen immer langsam, ruhig und mit gleichmäßiger Atmung durchgeführt werden. Ein großflächiger Spiegel kann die Selbstkontrolle erleichtern. Beobachtet man Ausweichbewegungen, dann ist das ein Warnzeichen, so Welsink. Sie zeigten zu hohe Belastung an. Auch bei Rückenschmerzen, Schmerzen im gelenknahen Bereich, also an den Sehnen oder an Gelenken selbst, heißt es: sofort aufhören.

Auch interessant
Weitere Meldungen aus dem Bereich Gesund & Fit
Wer am Strand keine Speckröllchen zeigen will, sollte frühzeitig mit dem Training beginnen.
Keine Ausreden mehr!

Die Freibadsaison beginnt, doch noch sitzt der Winterspeck an Bauch und Hüften. Es wird also Zeit, auf eine bikini- oder badehosentaugliche Linie hinzuarbeiten. Warum es uns so schwer fällt, uns zum aufzuraffen. Und wie man den inneren Schweinehund überwindet und loslegt.   Mehr...

Ein Schnuller ist die Ladestation für die Roboter-Robbe. Sie gibt Geräusche von sich, kann sich bewegen und an den Patienten schmiegen.
ARD-Alzheimer-Drama

Sie hat dunkle Knopfaugen und ein weißes, weiches Plüschfell. Eine Robotor-Robbe aus Japan soll bei Menschen mit Demenz Gefühle wecken und sie zurück in die Realität holen. Die Erfindung aus Japan wird auch in deutschen Pflegeheimen genutzt.   Mehr...

Auch „Nerds“ sollten auf Gesundheit und Fitness achten und nicht nur ungesunde Tütensuppen vor dem Bildschirm futtern.
Apps und Tipps

Das Klischee stimmt leider oft: Wer Tage und häufig auch Nächte vor dem PC sitzt, ernährt sich ungesund und treibt zu wenig Sport. Dabei ist Fitness wichtig gegen Rückenschmerzen und gutes Essen stärkt die Konzentration. Viele Apps helfen beim fit werden.  Mehr...

Gesundheit
Gesundheit von A-Z
Selbsttest
Onmeda

Bestimmen Sie Ihr tatsächliches Alter!

Ihr Alter (in Jahren)
Ihr Gewicht (in kg)
Ihre Körpergröße (in cm) Berechnen Sie Ihr biologisches Alter
Themenseiten
Bildergalerien
Anzeige