Nicht nur unsere Haut braucht im Sommer besonderen Schutz, auch unsere Haare können in der Sonne geschädigt werden. Und auch Salzwasser setzt ihnen zu. Wie man seine Haarpracht schützt und pflegt.
Sonne, Wind, Wellen: Was dem Menschen Erholung bringt, bedeutet für dessen Haare puren Stress. „Intensives Sonnenlicht bleicht sie und trocknet sie aus“, berichtet Hautarzt Reinhard Mrotzek aus Datteln. Er rät deshalb, zwischen 11 und 15 Uhr nicht nur die Haut, sondern auch die Haare zu schützen.
Wir geben sieben Tipps, wie Sie Ihr Haar am besten vor Chlor, Salz und Sonne schützen:
1. Metallspangen besser meiden
Wer seine Haarpracht gern zurücksteckt, sollte außerdem Metallspangen meiden: „Sie können in der Sonne glühend heiß werden und schädigen dann das Haar – besser sind Plastik- oder Holzspangen“, sagt der Vertreter des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen.
2. Gut mit Süßwasser ausspülen
Neben dem UV-Licht belastet auch Wasser den natürlichen Schutzfilm, der jedes einzelne Haar umhüllt. Besonders aggressiv sind Salz- und Chlorwasser. Deshalb rät Mrotzek dazu, die Haare nach dem Baden in Meer oder Schwimmbad gut mit Süßwasser auszuspülen und eventuell mit einem pflegenden Shampoo mit einem hautneutralen pH-Wert von circa 7,2 zu waschen.
3. Haaröle schützen und pflegen
Darüber hinaus bieten Haaröle Schutz und Pflege. Rückfettende Öle werden vor dem Baden oder Waschen in die Haarspitzen einmassiert, leichtere Silikonöle - häufig Reparaturgel genannt - verteilt man tröpfchenweise auf besonders strapazierte Strähnen des frisch gewaschenen Haares. „Wer von Natur aus eher fettendes Haar hat, nimmt statt Haaröl aber besser ein Feuchtigkeitsspray - beides ist in fast allen Drogerien erhältlich und meist sehr effektiv“, sagt der Hautarzt.
4. Nur lauwarm waschen
Gewaschen werden sollte übrigens nur lauwarm. „Heißes Wasser kann die Haaroberfläche schädigen und löst in Verbindung mit den waschaktiven Substanzen des Shampoos die natürliche Schutzschicht der Kopfhaut ab. Das wiederum führt dazu, dass sich Schuppen bilden und die Kopfhaut juckt.“ Wer sein Haar geschmeidig halten möchte, sollte es nach dem Waschen außerdem nicht abrubbeln, sondern lieber sanft mit einem Handtuch ausdrücken.
Und sich keinesfalls zum Trocknen in die pralle Mittagssonne setzen, „denn die UV-Strahlen können in Verbindung mit Feuchtigkeit Wasserstoffperoxid bilden – das bleicht das Haar nicht nur, sondern macht es auch poröser, so dass es an Glanz verliert“.
5. Abstand mit dem Fön halten
Fönen ist zwar in Ordnung, sollte aber auf niedriger Stufe geschehen und möglichst schon dann enden, wenn das Haar noch ein kleines bisschen feucht ist. Da ein Fön Temperaturen von über 100 Grad Celsius erzeugen kann, sollte man ihn mindestens 15 Zentimeter vom Kopf und möglichst auch von den Haaren entfernt halten. „Am Schonendsten fürs Haar ist es ohnehin, wenn es an der Luft trocknen darf“, berichtet Fachmann Mrotzek.
6. Hochwertige Kämme und Bürsten benutzen
Zum Auskämmen empfiehlt er hochwertige Kämme und Bürsten, möglichst mit Naturhorn, ohne spitze Kanten oder Enden. „Falls die Haare verknotet sind - nehmen Sie sich die Zeit, sie mit einem grobzinkigen Kamm sanft von unten her zu entwirren, so dass keine Risse entstehen.“
7. Nach Färben oder Wellen nicht in die Sonne
Last but not least: Wer die Haare gerade frisch gefärbt oder dauergewellt hat, sollte ihnen danach zur Erholung ein paar Tage Schonfrist von der Sonne gönnen.
Merkmale: Auffallend helle und blasse Haut, meist Sommersprossen. Oft rot-blonde Haare, grüne oder blaue Augen. Diese Bleichgesichter werden eigentlich nicht braun, sondern bekommen nur mehr Sommersprossen – oder Sonnenbrand. Denn die Eigenschutzzeit liegt nur bei 5 bis 10 Minuten.
Tipp: Meiden Sie die Sonne. Ihre Haut wird nicht gebräunt, sondern nur geschädigt. Sehr hoher Lichtschutzfaktor ist Pflicht!
Im Schatten braucht man keinen Sonnenschutz
Das stimmt nicht: Auch wer sich im Schatten aufhält, braucht unbedingt zusätzlichen Schutz. Denn auch unter einem Sonnenschirm ist man immer noch etwa der Hälfte der UV-Strahlung ausgesetzt. Wer denkt, im Wasser könne die Sonne einem nichts anhaben, liegt komplett daneben. Durch die Spiegelung kann sich die Strahlenbelastung im Meer oder im Pool sogar um bis zu 70 Prozent erhöhen.

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