Aus Briefen wird Geld geklaut, Pakete mit wertvollem Inhalt verschwinden. Ein DHL-Paketzusteller packte jetzt aus (KURIER berichtete). Doch was mache ich, wenn ein Paket nicht ankommt?
Der perfide Trick: Die Paket-Diebe wissen, dass die Bestohlenen meist keine Anzeige erstatten. Denn die Kunden ahnen ja gar nicht, dass es geklaut wurde. Also legen sie sich mit der Post an, die den Schaden bezahlen muss. Dazu Ex-Paket-Dieb Jens Z. in der Sat.1-Sendung „Kerner“: „Ich habe kein Mitleid mit den Kunden. Sie sollen sich mit der Post herumschlagen. Ich habe mir meins geholt – und fertig.“
Selbst wenn eine Anzeige gestellt wird, wird die Staatsanwaltschaft die Sache nach vier Wochen einstellen, wenn der Dieb nicht erwischt wird.
Und da Pakete mit 500 Euro bei Verlust oder Beschädigung versichert sind (quittierten Einlieferungsbeleg aufheben), muss die Post zahlen – wenn auch erst nach langem Zögern. „Es muss ja erst einmal recherchiert werden, wie und warum eine Sendung verloren ging“, sagt DHL-Sprecherin Anke Baumann.
Zu den Klau-Fällen sagt die Sprecherin: „Bei Verdacht arbeiten wir mit der Polizei zusammen. Wir sind ein Großunternehmen, wo täglich 66 Millionen Briefe und 2,6 Millionen Pakete verschickt werden und Fehler nicht auszuschließen sind.“
Zu den Vorwürfen, das Pakete wild in die Transporter geworfen werden, sagt sie: „Wenn sind das Einzelfälle. Ich habe so etwas noch nie gesehen.“ NKK
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