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Donnerstag, 19. Juli 2012

Bis zu 14 Prozent: Girokonto: Banken kassieren überhöhte Dispo-Zinsen


Ab Oktober soll es das Girokonto für alle geben.
Ab Oktober soll es das Girokonto für alle geben.
Foto: dpa
Berlin –  

So kann der Dispo teuer werden: Wer sein Girokonto überzieht, muss teilweise bis zu 14 Prozent Zinsen zahlen. Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) kritisiert die hohen Werte – und fordert Transparenz.

Bereits mit Zinssätzen von zehn Prozent im Jahr für Kontoüberziehung können Kreditinstitute einer neuen Studie zufolge „profitabel arbeiten“. Gehen die Zinsen darüber hinaus, grenzt das an Abzocke der Kunden. Deshalb verlangte Aigner am Donnerstag bei der Vorstellung dieser Studie „faire Konditionen“.

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„Runter von überhöhten Dispozinsen“

Es sei nicht vermittelbar, dass die Institute sich zu historisch niedrigen Zinsen Geld besorgen könnten, bei ihren Kunden aber zum Teil heftig zulangten, sagte die Ministerin. „Wollen die Banken den Kredit bei ihren Kunden nicht verspielen, müssen sie runter von überhöhten Dispozinsen.“

Nach einer Forsa-Umfrage (vom 13. bis 16. Juli unter 1.001 Befragten) empfinden 80 Prozent der Deutschen das durchschnittliche Dispozinsniveau als unangemessen. Etwa jeder vierte Verbraucher hat in diesem Jahr schon sein Girokonto überzogen. Jeder Dritte fühlt sich von seiner Bank über die Dispozinsen nicht gut informiert.

Nur die Hälfte kennt den Zinssatz

Wie viel man für den eigenen Dispo zahlen muss, weiß nur etwa die Hälfte der Deutschen. Die anderen Befragten kennen der Umfrage zufolge nicht die Höhe des persönlichen Dispozinses. Aigner mahnte die Kreditinstitute, die Kunden benötigten umfassende Informationen, damit sie vergleichen und das für sie beste Angebot auswählen können. „Es kann nicht sein, dass man eine Stunde lang auf der Internetseite einer Bank suchen muss, bis man die Höhe des Dispozinses findet.“

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