Die Schmiergeldaffäre der FIFA und die Äußerungen von Präsident Joseph Blatter haben auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach geschockt.
„Wenn nicht unbedeutende Persönlichkeiten der FIFA Geld kassiert haben und die Reaktion darauf ist, dass das damals nicht verboten war, dann können wir uns als DFB davon nur klar distanzieren.“
Die Veröffentlichung von Schweizer Gerichtsakten zum Fall des bankrott gegangenen FIFA-Vermarktungspartners ISL hatte Schmiergelder in Millionenhöhe für Blatters FIFA-Vorgänger Joao Havelange (Brasilien) und seinen Ex-Schwiegersohn Ricardo Teixeira, der zu Jahresbeginn nach 23-jähriger Amtszeit als brasilianischer Verbands-Chef zurückgetreten war, offiziell bestätigt.
Blatter räumte danach Kenntnisse über die Vorgänge ein, sah in seiner Tatenlosigkeit aber keinen Fehler.
In einer Mitteilung sprach der schon lange umstrittene Schweizer von „Provisionszahlungen“. Man habe solche Finanztransaktionen damals „als Geschäftsaufwand sogar von den Steuern abziehen“ können. „Heute wäre dies strafbar.
Man kann die Vergangenheit nicht mit den Maßstäben von heute messen. Ich kann also nicht von einem Delikt gewusst haben, welches keines war.“

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