Vor der Partie Köln gegen Mainz im RheinEnergie-Stadion wollte sich Schiri Babak Rafati das Leben nehmen.
Das Rafati-Drama. Auch die Familie des Referees steht wie ganz Fußball-Deutschland unter Schock.
Alle fragen sich: Warum wollte Babak sich das Leben nehmen? Wir sprachen mit Djalal Rafati, dem Vater des Unparteiischen.
Wann haben Sie das letzte Mal mit Ihrem Sohn gesprochen?
Ich habe Freitagabend und Samstagmorgen noch mit ihm gesprochen. Als Vater bin ich fix und fertig.
Alle fragen sich, warum dies geschehen ist.
Am Freitag war er auf dem Weg nach Köln. Er hat mir gesagt, dass er das Spiel dort pfeifen wird. Das war alles. Samstagmorgen rief er dann an und sagte nur: Papa, es geht mir nicht so gut! Ich habe ihm geantwortet: Dann sag doch das Spiel ab. Er sagte: Ich werde mich nachher wieder melden. Dann hat er aufgelegt. Seine Freundin und deren Mutter haben mit mir auf den Anruf gewartet. Als er nicht kam, hat sie angefangen zu weinen.
Was ist dann passiert?
Die Polizei hat sich gemeldet. Rudabeh ist mit ihrer Mutter sofort ins Auto gestiegen und hat sich auf den Weg nach Köln in die Klinik gemacht.
Haben Sie eine Erklärung für das, was geschehen ist?
Nein! Mit seiner Freundin ist er seit vielen Jahren zusammen und glücklich. Sie macht alles für ihn und ist eine tolle Frau. Mit ihr kann das nichts zu tun haben.
Gab es Anzeichen für eine Erkrankung?
Von Depressionen oder Burn-out hat mein Sohn nie etwas erzählt. Wenn er das getan hätte, hätte ich reagiert.
Hat er schon einmal über den Schiri-Job geschimpft?
Er war sehr zufrieden. Ich bin selbst vor wenigen Tagen am linken Auge operiert worden und konnte deshalb nicht nach Köln fahren, daher bin ich froh, dass sie mich informieren können. Ich kann nicht verstehen, warum Babak das getan hat.
18.35 Uhr, beim Reporter klingelt das Telefon.
Rafati: Vielen Dank, dass sie mir einen Kontakt in die Klinik hergestellt haben, ich habe mit meinem Sohn gesprochen.
Was hat er zu Ihnen gesagt?
Er sagte nur: Papa, verzeih mir, was ich getan habe. Ich habe ihm gesagt. Natürlich, du musst dich jetzt erst einmal erholen.
Um 19.20 Uhr kommt Rafatis Freundin zur Klinik, eine Stunde später fährt seine Mutter mit drei weiteren Verwandten vor, um nach ihrem Sohn zu sehen. Rafatis Bruder Jafar nach dem Besuch: „Es geht Babak den Umständen entsprechend.“
„Das ist unglaublich, dass so etwas passieren kann. Ich habe immer gesagt, die Gesundheit geht vor. Der Fußball ist Nebensache.“
(Schalkes Trainer Huub Stevens vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg im TV-Sender Sky)
„Ich bin sehr geschockt, zumal Babak Rafati Hannoveraner ist und ich ihn sehr gut kenne. Wenn ein Spiel abgesagt wird, muss etwas Dramatisches vorgefallen sein.“
(Mirko Slomka, Trainer von Hannover 96, vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg im TV-Sender Sky)
„Als wir ins Stadion gekommen sind, sickerte langsam etwas durch. Wir haben den Spielern davon vor dem Spiel nichts gesagt.“
(Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs vor der Partie in Mönchengladbach im TV-Sender Sky)
„Ich bin geschockt. Ich muss mich erstmal sammeln, er war ja jahrelang in meinem Team.“
(Ex-Bundesliga-Referee und Schiedsrichterbeobachter Uwe Kemmling aus Burgwedel bei Hannover)
„Es ist nicht vom 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05 entschieden worden. Es ist angemessen und richtig, dass wir nicht in Details rumstochern. Alles Weitere übernimmt die Presseabteilung des DFB und der DFL.“
(Kölns Sportdirektor Volker Finke)
„Ich bin unglaublich persönlich betroffen. Es betrifft den ganzen Fußball. Ich wünsche mir nur eines: Babak Rafati alles Gute.“
(Der ehemalige FIFA-Referee Markus Merk im TV-Sender Sky)
„Ich bin tief betroffen von dieser Nachricht. Babak Rafati hat berufliche und private Angelegenheiten stets strikt getrennt. Ich kenne ihn nur als zugänglichen und sachlichen Menschen. Depressive Verhaltensverweisen sind mir von ihm nicht bekannt.“ (Herbert Ruppel, 1. Vorsitzender Bezirksligist SpVgg. Niedersachsen Döhren, des Vereins von Rafati)
„Ich habe es gehört, als ich vom Platz gekommen bin und habe eine Gänsehaut bekommen. Auch im Fußball sollte die Menschlichkeit im Vordergrund stehen. Schiedsrichter sind keine Maschinen. Sie sind auch nur Menschen. Es herrscht ein enormer Druck, wenn sie vor 60.000 oder 80.000 Zuschauern pfeifen.“ (Lewis Holtby, Schalke 04)
„Ich habe es erst kurz vor Spielbeginn erfahren und den Trainer informiert. Wir haben es aber nicht an die Mannschaft weitergegeben. Wir sind alle sehr geschockt und bestürzt. Das Wichtigste ist, dass er sich wieder stabilisiert hat. Jetzt gilt es, ihm zu helfen.“ (Horst Heldt, Manager Schalke 04)

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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||